Wow, mein erster Ishii-Fillm. Ich muss zugeben, dass ich kein großer Bewunderer von asiatischen Filmen bin und mein Wissen darüber sich lediglich auf einpaar Jackie Chan und hervorragende John Woo-Filme erstreckt.
Ishii ist also Neuland für mich und ich bin ehrlich gesagt geteilter Meinung darüber, ob der Film nun gelungen oder belanglos ist. Er ist Beides, anfänglich durch naive Szenen gezeichnet, sorgt Ishii im späteren Verlauf für ein unterhaltsames wenn auch ungewöhnliches Noir-Drama.
Paradoxerweise gelingt es ihm eine ungewöhnliche Atmosphäre nicht durch eine stetige Spannungskurve oder visuellem, permanentem Einfallsreichtum, sondern durch verwirrende und schwer nachvollziehbare Charakterbeziehungen aufzubauen. Man hat ständig das Gefühl, dass jeder Szene etwas fehlt. Ein fließender Übergang zum nächsten Abschnitt fehlt fast ständig. Schnitttechnisch hat der Film vor Allem in den ersten Minuten zu kämpfen, weil Ishii sich nicht entscheiden kann was am Besten für die Dramaturgie von Wirkung ist. So bleiben die Szenen dramatisch wie visuell unausgewogen.
Folglich entwickelt sich keine fließende im Noir-Stil gehaltene Geschichte, sondern etwas zwischen Selbstjustizdrama und Erotikthriller, dass dem Film überraschenderweise die Prise Ungewöhnlichkeit verleit und ihn klar über den Durchschnitt bringt.