Nicht erst seit „Rosemarys Baby“ ist das Thema Schwangerschaft und die damit verbundenen Ängste der werdenden Mutter ein beliebtes Thema für Genrefilme. Das Regiedebüt von Corrie Greenop geht diesbezüglich recht minimalistisch vor und begrenzt den Personenkreis auf zweieinhalb Figuren. Wäre kein Problem, wenn denn etwas Kurzweiliges dabei herum käme.
Um ihre Beziehung wieder ein wenig zu kitten, unternimmt das Paar Rose und Theo einen Wochenendausflug mit dem Wohnmobil in die Schottischen Highlands. Zunächst wähnt die schwangere Rose eine Person auf der Fahrbahn, später vernimmt sie Babygeschrei im Wald.
Alles nur Einbildung oder wird die junge Frau von ihrer Vergangenheit eingeholt?...
Dass mit der Lady etwas nicht stimmen kann, offenbart bereits die Rahmenhandlung gleich zu Beginn, als Rose einem Psychologen gegenüber sitzt, der ihr ein Foto entgegen hält. Daraufhin springt die Handlung in die Vergangenheit und wir befinden uns auf einer nicht wirklich vergnüglichen Reise durch die Highlands.
Die vagen Höhepunkte bilden die Aufnahmen der teils malerischen Landschaften, wobei die Kamera um abwechslungsreiche Perspektiven bemüht ist und insgesamt solide abliefert.
Mit den Figuren wird man indes nur schwerlich warm, da sie andauernd nörgelt und er definitiv zu sehr Weichei ist und angedeuteter Sex eben nicht für Figurenzeichnungen taugt.
Erst als es nachts am Wohnwagen klopft, kommt ansatzweise Atmosphäre auf.
Nachfolgend gerät das Treiben zusehends unwirklicher und es ist nicht sogleich nachvollziehbar, ob Rose Wahnvorstellungen anheim fällt oder sich tatsächlich alles so abspielt. Die Pointe fällt entsprechend dürftig aus und liefert nicht gerade das, was man einen unerwarteten Twist nennt.
Freunde übernatürlicher Erscheinungen und Fans von Gewalteinlagen schauen derweil in die Röhre, denn die Erscheinung auf der Fahrbahn bleibt der einzige Spezialeffekt, während zwar ein wenig Blut fließt, direkte Gewaltausübung lediglich angedeutet wird.
Darstellerisch wird allenfalls zweckdienlich performt, wogegen die Synchro, insbesondere die von ihm unter aller Sau ist. Score und Sounduntermalung fallen passabel aus, was im Endeffekt jedoch nichts mehr auszurichten vermag.
Da der Abspann nach bereits 65 Minuten einsetzt, findet die Spanne der Langeweile ein vergleichsweise frühes Ende. Nichts gegen preiswert heruntergekurbelte Independentwerke, doch wenn die Handlung ohne Höhepunkte vor sich hin plätschert, Spannung und Mitfiebern kaum gegeben sind und am Ende egal ist, ob das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, ergibt eine Sichtung nur wenig Sinn.
Knapp
3 von 10