Weitaus weniger böse
Der Subplots im ersten „Sinister“ rund um „Deputy So&So“ war nicht gerade ein Highlight oder beliebt bei mir - und genau der wird nun mehr oder weniger fortgeführt… Denn eben jener macht sich in „Sinister 2“ daran die „Horrorhäuser“ zu zerstören und eine Mutter mit ihren zwei Söhnen vor dem Grauen Boghuls zu retten…
Nachdem schon der erste Teil am Wochenende bei seinem Rewatch nicht mehr ganz so gut war wie in meiner Erinnerung, ahnte ich Schlimmstes für den mir bisher unbekannten zweiten Teil. Und ja, er ist auch eine Klasse schlechter und war nicht im Geringsten notwendig ohne klare Idee, Erweiterung oder Mehrwert. Und dennoch hätte er auch durchaus noch deutlicher abflauen können als er es tut. Es gibt neue sadistische und fiese Homevideos. Der von mir wenig geschätzte goofy Deputy mausert sich. Und im Grunde macht „Sinister 2“ jetzt nicht allzu viel anders als sein Vorgänger. Und doch fehlt halt klar und deutlich der Kick, die Richtung, die Lösung oder der Ausbau der durchaus interessanten Lore. Herauskommt eine auf sicher gespielte Nummernrevue, die sich eng an die Stärken seines Originals hält - und leider auch dessen (vor allem ungeniert-aufdringlich-jumpscarigen) Schwächen aufgreift und sogar noch mehr betont. Daher kann kein „gut“ unter'm Strich stehen. Egal wie böse und ausgefuchst die Tötungsarten ganzer Familien in den neuen Heimvideos sind. „Sinister 2“ hat erschreckend wenig Eigenleistung oder Daseinsberechtigung. Ähnlich wie es einst Reihen a la „Kinder des Zorns“ schnell ging.
Fazit: nicht das mieseste Sequel ever… aber wirklich sinnvoll ist das nicht und gebraucht hat in dieser aufgewärmten Form „Sinister 2“ auch niemand. Eher ein Schnellschuss. Tut aber auch nicht weh. Falls es wirklich hardcore Fans des Originals geben sollte - die können sich den (mit gesenkten Erwartungen) noch geben.