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Mit "Feind im Dunkel" von 1946 hat Henry Hathaway einen typischen Vertreter der Hollywood "Film noir" Phase geschaffen.
Der für diese Vertreter charakteristische Privatdetektiv mit dunkler Vergangenheit (hier: Mark Stevens) wird hier zu einem Spielball einer Intrige, die ihn zum Mörder abstempeln und auf den elektrischen Stuhl führen soll. Dazu kommt das Mädchen, welches dem dunklen Helden nicht von der Seite weicht, obwohl alle Indizien gegen ihn sprechen (hier eine grandiose Lucille Ball).
Hathaway steckt hier noch in seiner frühen Phase (obwohl er schon über 30 Filme gemacht hatte), seine allgemein als Klassiker bezeichneteten Filme kamen erst später mit  z.B. "Niagara" (1953), "Prinz Eisenherz" (1954) oder auch "Land der 1000 Abenteuer" (1960).
Seine größte Qualität Schauspieler zu Ausnahmeleistungen zu bringen, kann man aber auch schon hier erkennen.
Mark Stevens war selten in einer Rolle besser als hier und auch Lucille Ball spielt weit über ihrem durchschnittlichen Engagement.
Der klassische Aufbau der "Film noir" Elemente ist nahezu perfekt und wird durch eine pessimistische Grundhaltung des Helden und eine gelungene düstere Optik noch verstärkt.
So hat "Feind im Dunkel" zu Recht seinen Platz neben den aus dieser Zeit stammenden Genregrößen wie "Der Malteser Falke"(1941), "Tote schlafen fest"(1946) oder "Schrei in der Großstadt"(1948) eingenommen.
Für Liebhaber dieses Filmbereiches ein Pflichttermin, für Freunde und Interessierte des Genre immer noch schwer zu empfehlen.

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