Nach 2 Jahren Gefängnis wider auf freiem Fuß, eröffnet Privatdetektiv Galt ein neues Büro in New York. Doch nicht nur er hat die Stadt gewechselt - auch seinen Ex-Partner Jardin hat es aus San Francisco weg und nach New York gezogen. Eines Abends bemerkt Galt wie einen Verfolger in einem auffälligen weißen Anzug. Als er diesen zur rede Stellt, nennt er Jardin als Auftrageber.
Galt hat noch eine Rechnung mit Jardin offen, verdankte er ihm doch die ungerechtfertigte Verhaftung wegen fahrlässiger Tötung, aber was will Jardin von Galt und welche Rolle spielt Jardins Gönner, der Galeriebesitzer Hardy Cathcart und seine junge hübsche Frau Mari? Da wird Jardin in Galts Büro ermordet und nur seine Sekretärin Kathleen Steward glaubt an seine Unschuld.
Feind im Dunkel ist einer der eher umstrittenen Noir-Klassiker - Viele kennen ihn, einige lieben ihn andere bezeichnen in als eher misslungen und uninteressant. Und alle haben irgendwie recht...
Die Story ist typisch Film Noir, fast schon etwas zu klischeelastig, aber durchaus interessant. Doch während die meisten Privatdetektive desillusionierte aber harte Männer sind, kommt Mark Stevens Bratford Galt sehr weinerlich und selbstmitleidig rüber. Die Liebe die ihm Kathleen Steward entgegenbringt , das Vertrauen das sie in ihn hat und das Risiko das sie eingeht um ihm zu helfen kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Hinzu kommt noch die komische Frisur, die Lucille Bell aus heutiger Sicht wie eine Witzfigur aussehen lässt. Besser fährt da schon die Gegenseite. Kurt Kreuger gibt einen herrlich schmierigen Jardin ab, Clifton Webb ist als undurchsichtiger Galeriebesitzer perfekt und William Bendix
als Mann im Weisen Anzug schön Abstoßend.Westernspezialist Henry Hathaway (Der Marshal / True Grit) inszeniert seinen Film durchaus schwungvoll und auf optisch hohem Nievous.
Gerade die Schattenspiele sind bemerkenswert.Die Tongestaltung ist zumindest in der Deutschen Fassung total misslungen. Stellenweise fehlt über eine Dauer von über 10 Minuten jede Untermalung - Auch alltägliche Geräusche, dann hört man hin und wider leises Gedudel wie aus großer Entfernung, während in den Bars und Kneipen der Jazz „plärrt". Dabei spielt es keine Rolle, ob wir uns gerade in einer Spannungssequenz oder bei einem
belanglosen Spaziergang befinden. Das und die schwachen Helden ziehen den Film leider herunter.
Schade, Feind im Dunkel schöpft sein Potential leiden nicht aus. Dazu passt auch die DVD von Fox - ansehbar aber nicht wirklich gelungen.
Das Bild ist unruhig und hat gerade in den ersten Minuten mit Problemen zu kämpfen, der Ton ist dumpf und schwankend.So kann ich nicht mehr wie 6 von Punkten vergeben.