Zukunftsmusik im Namen der vermeintlichen Sicherheit wird nach 9/11 immer mal wieder gespielt, was Regisseur und Co-Autor Iain Carson mit seinem Debüt relativ unterhaltsam skizziert, - zumindest, wenn man Action der C-Liga nicht abgeneigt ist.
Nach einem katastrophalen Bombenangriff auf LA werden die Sicherheitsmaßnahmen gegen den Terror deutlich verschärft, Ausgangssperren werden verhängt, während Drohnenexperte Patt sogar auf widerständische Zivilisten feuern muss. Als er seinen Namen auf der schwarzen Liste entdeckt, manipuliert er kurzfristig das Überwachungsprogramm und setzt sich mit Schwester Samantha ab. Während ihrer Flucht stoßen sie auf den Rebellen Jack, dem sie sich widerwillig anschließen, denn die "Auslöscher" um RZ9 James sind ihnen stets dicht auf den Versen...
Die Mischung aus Dystopie und latenter Verfolgungsjagd ist für einen Erstling gar nicht mal so übel ausgefallen. Die tauglichen Figurenzeichnungen mit Identifikationspotential sind schon mal die halbe Miete, die brauchbaren Mimen tragen ebenfalls dazu bei. Ein nahezu konstant flottes Erzähltempo ist immer gut, - da kann man auch mal inhaltliche Abstriche machen. Etwa, wenn ein inkompetenter Befehlshaber mit sichtlichem Trauma selten dämliche Befehle erteilt, angebliche 700 Meilen in Nordamerika im Fünf-Minuten-Takt zwischen Steppe und schneebedecktem Wald wechseln oder Zwischenstationen eingebettet werden, um eine eher inkonsequent verlaufende Verschnaufpause einzulegen.
Dennoch ist der Action eine gewisse Dynamik nicht abzusprechen. Schnitt und Kamera arbeiten okay und obgleich die Choreo keine Martial Arts einbezieht, sind die Mimen mit körperlichem Einsatz gut dabei. Demgegenüber sind bei den Effekten deutliche Abstriche zu machen. Die Drohnen und etwaige Hologramme sind größtenteils annehmbar gestaltet, Mündungsfeuer aus dem Rechner und überaus schlicht in Szene gesetzte blutige Einschüsse aus selbigem zeugen indes von geringer Erfahrung und noch geringerem Budget.
Zwischen futuristisch angehauchter Paranoia und schlichter Action kann sich der geneigte Betrachter mit geringen Erwartungen in Sachen Ausstattung durchaus berieseln lassen.
Die dauerhafte Hatz fördert ein paar spannende Momente zutage, während die totalitären Ausmaße im ersten Drittel mit simplen Mitteln effektiv zur Geltung kommen.
Okay performt, musikalisch solide unterlegt, - für Zwischendurch völlig in Ordnung.
5,5 von 10