Während der Dreharbeiten zu einem billigen Action-Streifen in den Wäldern rund um das Städtchen Richmond im US-Bundesstaat Alabama muss sich der Regisseur Ben Adams nicht nur mit seinen zickigen Schauspielern und dem Produzenten, der ihm im Nacken sitzt, herumplagen: Schwerbewaffnete, ausländische Paramilitärs unter der Führung des Überläufers Michael Cooper planen nämlich, das besagte Kaff einzunehmen, um anschließend den Kongress der Vereinigten Staaten zu erpressen! Die Terroristen haben allerdings nicht mit der Chuzpe der Filmleute gerechnet, die mit Platzpatronen und Pyrotechnik prompt zum Gegenangriff übergehen... Die Grundidee ist das Netteste an David A. Priors "Invasion Force", einem billigen Actionfilmchen, das schon ziemlich meta dahergekommen ist, als das noch gar nicht in Mode war. Merklich nicht ganz ernst gemeint wird dem Zuschauer mit einem überdeutlich parodistischen Approach sowie einem Augenzwinkern eine an und für sich unhaltbare Plotte à la "Die Rote Flut" und "Invasion USA" angetragen und ein Hohelied auf die Low-Budget-Filmemacherei angestimmt, das da so manche Sympathie für das Gezeigte weckt... schade nur, dass die Augen da mal wieder größer waren als der Bauch, bzw. die Ambitionen größer, als es das Budget und die Production Values hergegeben haben. Statt wie zuvor Bruderherz Ted in der 1987er-Trash-Granate "Tödliche Beute" (mittlerweile besser bekannt unter seinem Originatitel "Deadly Prey") übernimmt dieses Mal David "Shark" Fralick (der spätere Titelheld in William Lustigs "Uncle Sam - I Want You Dead" und tatsächlich bis heute im Filmgeschäft tätig) den Film-im-Film-Part als "Rambo"-esker Held, der dabei ranzigen Blödblinsen-Charme verbreitet und das Kunststück fertigbringt, gleichzeitig schulterlanges Haar und 'ne Stirn bis zum Rücken zu haben, aber ohne den Look auch wirklich zu rocken. Ziemlich bemerkenswert, irgendwie! Der verlässliche Bösewicht-Darsteller Richard Lynch muss es da Performance-technisch halt rausreißen und veredelt die Angelegenheit in derselben Manier wie schon den genannten Chuck Norris-Kracher. David A. Priors Inszenierung hat nach zahlreichen B-Movies ähnlichen Zuschnitts eine gewisse Routine intus, die dafür sorgt, dass sich die hirnlose Handlung mit beinahe Nonstop-Radau und ohne Durchhänger vor dem Zuschauer abspult, der die Schwachsinnigkeit des Ganzen zwar sehr wohl registriert, aber nicht wirklich krumm nimmt, auch wenn der schiere Fun-Faktor leider nie durch die Decke geht. Immerhin: Faszinierend sind da einige überdeutliche Parallelen zu dem achtzehn Jahre später entstandenen "Tropic Thunder", ob Ben Stiller wohl mal "Invasion Force" gesehen hat, bevor er den gemacht hat...?
5/10