Ich liebe Komödien. Lachen ist gesund. Leider werde ich durch diese überflüssige Fortsetzung des multikulturellen Ulkerfolgs von 2013 nicht gesünder. Das liegt aber an meiner Art von Humor. Ich kann nichts dafür. Infantilitäten und derbe Scherze im „Berlin Tag und Nacht"- Stil sind einfach nicht meine Hausnummer.
Ein Lehrer der sich genauso benimmt wie seine debilen Schüler, das muss doch einen Kinobesuch von 7 Millionen Zuschauer wert sein, oder? Debile Schüler die in einem Schulsystem leben das noch bekloppter und unglaubwürdiger ist als die reale Wirklichkeit. Teenfilme können so ätzend sein. Das nervt voll, ey! Diese ganzen Spacken, von Hirni bis zum Fäkaler....ähm.....Pennäler!
Ironje ist eben nicht gleich Ironie. Ironie, die man jede Sekunde einbringt, ist nicht immer die beste Idee am ganzen Film, sondern fürchterlich nervig. Achtung, witzfreie Zone!
Die letzten Hauptschüler auf der Fahrt des Grauens. Wäre alles nur halb so schlimm, wenn die Dramaturgie wenigstens halbwegs der Realität entsprochen hätte und die Hauptschüler nicht Gymnasiasten wären. Leider ist die übertriebende Schiene ala Cindy aus Marzahn oder Atze Schröder ein filmgewordener Alptraum. Deren Sprüche in der Dauerschleife, dass bekommt man hier geboten. Wenn solche asozialen Schüler lustig sein sollen, obwohl sie nur Opfer sind, dann weiß ich es auch nicht!
Schrotty beam me up!
Und nur für Honks ohne geistigen Anspruch ist dies der Partyfilm des Jahres! Selbst „Ballermann 6" mit Tom Gerhardt und Hilmi Sözer war da kultivierter, und das obwohl Constantin bei beiden Filmen mitproduziert hat. Ein künstlerischer Flop in deren Filmographie.
Wenn sich die Deutschen in Zukunft an amerikanischen Vorbildern wie „American Pie" oder „High School High" orientieren würden, dann könnte dabei halbwegs was Gutes dabei rum und nicht nur Grütze raus kommen, wenn man wie hier alles in einen Topf wirft. Selbst mittlerweile zu Kult mutierte Komödien wie „Schule" oder „Harte Jungs" sind da noch Gold wert.
Ich brauch jetzt Alkohol um das Niveau zu feiern!