Dies ist wohl einer der ungewöhnlicheren Francos. Er erinnert an die verspielten Comicwerke der Sechziger Jahre und hat fast gar nichts von seinen perversen Sexploitationern. Es gibt keine Brüste und keine Muschishots, nur einmal hab ich einen auf Silvias Muschi gefunden, aber da hat sie was an.
Ansonsten ist der Film ein hoffnungslos nostalgisches Quatschwerk, was gut in die frühen 80er gepasst hätte. Dieser Spaßtrash hat damals hervorragend funktioniert; nur heute ist das wohl etwas überholt. Trotzdem Franco hat sich richtig Mühe gegeben und eine seiner besseren Arbeiten abgeliefert. Die Kameraauflösung ist sorgfältig und durchdacht, es gibt eine kleine, lustige Story und viel Musik... Wie gesagt: Ein fast schon typischer neue deutsche Welle-Film, nur dass er 20 Jahre zu spät kommt. Dennoch hat es mir großen Spaß gemacht Katja Bienert, Franco, Lina und Martell beim Spielen zuzusehen. Alle spielen sehr unverkrampft und entspannt, ja richtig lustvoll. Es hat ihnen wohl allen sehr viel Spaß gemacht. Das sieht man dem Film an. Unterhaltsam ist er allerdings nur bedingt-ich würde sagen, er hat irgendwie einen "Bart"- ist also nicht wirklich witzig, nicht originell und nicht abwechslungsreich genug, um zu begeistern. Für Franco-Fans natürlich ein Spaß, allerdings denke ich, dass er durch solche durchschaubaren Produktionen seinem Ruf eher schadet. Aus dem geheimnisvollen Siebziger-Jahre Filmmaniac ist ein gemächlicher Opa geworden, der immer wieder die gleichen Witze drauf hat. Aber schließlich sind es ja auch diese Opas, die wir so lieben.
Eins noch: Silvia Superstar und Katja Bienert geben sich immer so selbstbewusst und vorkämpferisch, doch ihre Rollen im Film sind genau das Gegenteil. Beide kommen als extrem dumme Tussen rüber, die nichts als Ruhm und Luxus im Sinn haben und sich an Oberflächligkeiten begeistern. Warum zumindest Silvia Superstar da nicht am Rollenprofil gearbeitet hat ist mir ein Rätsel... aber vielleicht überschätze ich sie ja auch und es hat ihnen dann doch Spaß gemacht, sich ihnen den "klassischen" Tussi-Rollen wieder zu finden. Sind ihnen vielleicht doch näher, als sie es selber glauben.