Jess Franco hat uns beglückt mit "Klassikern" wie VAMPIROS LESBOS, JACK THE RIPPER und anderen Meilensteinen des Trash-Films. Und wir Fans liebten diese Filme. Wir vergötterten Franco und seine bizarre (Film-) Welt. Seit einigen Jahren aber ist nichts mehr so wie es mal war im Franco-Universum. Seit der Meister auf billiges Video-Material umgestiegen ist, konnte er seinem Publikum keinen einzigen, halbwegs guten Film mehr präsentieren. Teilweise ist es wirklich erschreckend, wie abgewrackt Franco und seine Filme daherkommen. LUST FÜR FRANKENSTEIN war schon ein kleiner "Vorgeschmack" auf das was noch kommen sollte. Und gekommen ist KILLER BARBYS VS. DRACULA. Nein, ich habe mich über diesen Schnellschuß nicht geärgert ... ich war schockiert, ja geradezu entsetzt, mit welchem Dreck uns Jess Franco mittlerweile unterhalten will. Nicht mal mehr als Partyfilm, mit 10 Bieren intus, taugt dieser Schmarrn etwas. Wäre da nicht die geile Mucke der Killer Barbys und den Ärzten bzw. Bela B. Felsenheimer, hätte ich die DVD wahrscheinlich nach 15 Minuten aus dem Player geworfen.
Nee, nee, das ist nicht mehr unser Jess Franco. Dann lieber doch wieder die alten Klassiker aus den 70ern. UNs der Franco der "Neuzeit" sollte das Filmen dann lieber lassen. Man kann seinen eigenen Legendenstatus auch kaputt machen.