Ein wirklich außergeöhnlicher Italowestern den uns Regisseur Giorgio Capitani mit"Das Gold von Sam Cooper" bietet. Der Film erinnert wirklich mehr an einem Abenteuerfilm, als an einen typischen Italowestern. Hier bekommt man keinen Rachefilm zu sehen, wie man sie ja meistens zu sehen bekommt. Der Film handelt von Sam Cooper, der eine Goldmiene entdeckt hat. Nun hat er das Problem, wie er das Gold transportieren soll. Deswegen heuert er den jungen Manolo an. Er vertraut dem jungen Mann. Aber der spielt ein falsches Spiel und nimmt einen Freund mit, den man nur als "der blonde" kennt. Um sich selber gegen diese beiden abzusichern nimmt Sam Cooper einen alten Kameraden mit, den er noch vom Militär her kennt. Nun machen die Vier sich auf zur Goldmiene. Der Film selber nimmt sich sehr viel Zeit bei der Geschichte. Zuerst werden die vier Hauptprotagonisten vorgestellt. Es wird der mühsame Ritt zu der Goldader gezeigt und die ganzen Gefahren die sie auf dem Weg begleiten. Ob es eine Bande ist die den vieren Auflauern oder der beschwerliche Weg durch die Wüste. Man merkt natürlich sofort das die vier nur eine Zweckgemeinschaft sind, die erst mal nur das Ziel hat, das Gold zu bergen. Als das Gold dann endlich geborgen wird kommt es wie es kommt. Der Neid und die Gier ist zu groß und es kommt zur Gewalt zwischen ihnen. Der Film ist unwahrscheinlich Spannend und man schaut gebannt zu, wie das wohl am Ende ausgehen wird. Die Darsteller sind allesamt Top in ihren Leistungen. Van Helfin als Sam Cooper zeigt ein hervorragende Leistung. Er spielte den alten Goldsucher sehr sympathisch. Aber auch George Hilton, den man aus sehr vielen Gialos kennt, wie zb. aus "Der Killer von Wien" oder dem sehr guten "Der Schwanz des Skorpion", beide von Regisseur Sergio Martino inszeniert, hat mir auch gefallen. Nicht zu vergessen Klaus Kinski, der mal wieder eine außergewöhnliche Leistung zeigte. Er kam wieder richtig durchgeknallt rüber und mit seinem irren Blick, nahm man ihn die Rolle des gesuchten Verbrechers jederzeit ab. Sehr gut hat mir auch die Kamera gefallen, die wirklich einige wunderschöne Aufnahmen einfing. Der Film ist spannend, es gibt einige gute Schießerreien zu sehen und der Konflikt zwischen der Zweckgemeinschaft schaukelt sich immer höher, bis es schließlich den spannenden Showdown gibt. Ein wirklich bemerkenswerter Western, der sich von der Masse durch seine Geschichte deutlich absetzt.