Was als typischer Japan-Trash-Splatter beginnt, wandelt sich mit zunehmender Laufzeit zu einem absurden, aber zwischen Blut und Panty Shots durchaus mit einer Pointe versehenen Film. Dabei springt Regisseur Sion Sono munter durch die Realitäten. Bis es dazu kommt, muss Protagonistin Mitsuko gleich zu Beginn mitansehen, wie zwei Schulbusse voller Schülerinnen halbiert werden. Anschließend wird sie vom tödlichen Wind gejagt, hält sich in der Schule auf und wird plötzlich für jemand anderes gehalten.
Ja, es ist verwirrend und ich saß mehr als einmal da und fragte mich, warum hier eigentlich was passiert. Wenn zum Ende dann aber der Twist ein doch interessantes Licht auf alles vorher Gesehene wirft, wertet das Sonos alptraumhaften Film durchaus auf. Es wirkt auf den ersten Blick nicht so, aber es steckt tatsächlich was dahinter.
Leider hapert es dann an der Präsentation. Die meisten Effekte wirken eher billig, die Dialoge sind nicht allzu geschliffen und der Videolook ist nicht so wirklich meins. Doch selbst das könnte irgendwie ins Konzept passen und die Message, die zugegebenermaßen recht plakativ präsentiert wird, reißt schon was raus. Trotz manch gestreckter Szene ist „Tag“ somit ein durchaus interessantes Statement.