Review
von Leimbacher-Mario
Verjüngungskur für den Western
Peckinpah trifft Hughes - in „Young Guns“ ziehen Teile des Brat Packs schneller als ihr Schatten in einem jugendlich-frischen Western, der erstaunlich die Balance zwischen Lockerheit und Härte hält, mit einem klasse 80s-Score konterkariert und der seine jungen Stars exzellent in Szene setzt…
Der Wild Bunch einer neuen Generation
„Young Guns“ war der heisse Scheiss zu seiner Zeit, so viel ist sicher! Er nimmt eines der klassischsten und ur-amerikanischsten Genres, stattet es mit den angesagtesten Jungstars ihrer Generation aus und füttert die Kinofans mit flotten Sprüchen, fiesen Cowboys, aggressiven Antihelden und überraschend intensiven Shootouts. Dabei verkommt er nie zur Parodie, nie zur reinen popkulturellen Pictureshow. Sein Nachfolger ist bei vielen Fans fast noch beliebter, doch auch Teil 1 ist ein echtes Original. Mit dem Hintern im Dreck und den hübschen Köpfchen in der Zukunft. Emilio Estevez dreht voll auf. Wo einer der emotionalsten (Indianer-)Monologe neben comichafter Action stehen kann. Unterhaltsam hoch zehn. Brat Pack trifft Sergio Leone. MTV trifft Eastwoods Erben.
Fazit: heiß besetzt, erstaunlich hart, klasse Sound und ungeniert 80er - „Young Guns“ schießt (noch immer) scharf!