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Der Morast billig produzierter Zombiestreifen in Form eines Regiedebüts wird stets schlammiger, da es nach wie vor Filmer gibt, die mit einfachsten Mitteln versuchen, so etwas wie Horror vorzugaukeln. Nach bereits wenigen Momenten ist abzusehen, dass jemand wie Robert J. Thompson II wahrscheinlich nie über Amateurniveau hinauskommen wird.

Wissenschaftler William testet an freiwilligen Probanten einen neuartigen Impfstoff gegen Krebs, welcher fatale Folgen mit sich bringt, da die Testpersonen zu Zombies mutieren. Binnen kurzer Zeit greift die Seuche um sich, während eine Handvoll Überlebender um Ärztin Valerie nach einem Heilmittel sucht. Dabei ahnt die Gruppe nicht, dass einer von ihnen bereits den Schlüssel zur Heilung ins sich trägt...

Thompson scheint keinen wirklichen Plan verfolgt zu haben, als er seinen Streifen in die Tat umsetzte, denn lange Zeit werden Einzelschicksale thematisiert, welche mehrheitlich keinen Bezug zum eigentlichen Geschehen aufweisen. Die Figurenzeichnungen tendieren gegen Null, die laienhaften Mimen können rein gar keine Emotionen vermitteln und zudem mangelt es an einem roten Faden, welcher die Geschichte überhaupt vorantreibt.

Sprunghaft werden die späteren Überlebenskämpfer eingeführt, dazwischen kommen regelmäßig dubiose Wissenschaftler zu Wort, es gibt allerdings auch zahlreiche Schicksale ohne jeglichen Kontext, da diese nach einem quälend langen Aufbau den Zombies zum Opfer fallen, was noch nicht einmal mit nennenswerten Gewalteinlagen einhergeht.
Messerstiche und Bisse werden lediglich angedeutet, es gibt einen Kopfschuss mit etwas Computerblut, mehr nicht.

Das dilettantische Niveau wird von der latent schwachen Ausleuchtung, der unsicheren Kamera und den stimmungslosen Schauplätzen begleitet und auch die wenige Action zeugt von einer ärmlichen Choreographie mit größtenteils lachhafter Nachvertonung.
Selbst hart gesottene Trashfans dürften hier nicht fündig werden, denn der Stoff ist dermaßen bemüht auf Empathie für die langweiligen Protagonisten ausgelegt, dass die überlangen 104 Minuten Laufzeit zur Qual werden, jedoch zu keiner Zeit unterhalten oder gar erheitern.

Komplette Fehlanzeige in Sachen Spannung und Atmosphäre und handwerklich auf der Ebene eines kaum erfahrenen Hobbyfilmers. Insgesamt wirken weniger als zwanzig Zombies mit, deren Make-up noch okay ist und auch der Score ist halbwegs erträglich, was den miesen Gesamteindruck natürlich nur unwesentlich nach oben korrigiert.
Ein durch und durch stümperhaftes Werk, welches nur zur Selbstläuterung geeignet ist.
Knapp
2 von 10

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