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Ein Zombie kommt selten allein 

Nachdem am Ende des ersten Teils bzw. der ersten Phase die faulige Entwicklung unserer Hauptperson (wenig) überraschend zu Ende ging, schließt Part II nun sofort an diesem Finale an. Wir folgen dem Mann, der kurz vor der abgeschlossenen Zombiemetamorphose noch mit unserer bleichen Infizierten Sex hatte. Dem Trottel (sorry, aber anders kann man dessen Verhalten im letzten Drittel des Originals nicht beschreiben) droht nun das gleiche Schicksal und natürlich sucht er ein Heilmittel bzw. den Verursacher „BJ“. Wird er sich cleverer anstellen als seine mittels Kopfschuss kalt gestellte Vorgängerin/Zombiene?! Oder ist das Ende der Menschheit gekommen, übertragen durch Tröpfcheninfektion und mangelnder Hygiene?

Nachdem der Vorgänger die Richtung vorgab, zieht „Contracted Phase 2“ gnadenlos weiter, weg von Bodyekel, hin zu Zombieterror. Und das ist keine wirklich lobenswerte Entwicklung. Denn vor allem die Parts mit den vollendet entwickelten „Infizierten“ sind hier doch arg billig, zu schnell geschnitten, belanglos. In Sachen Bodyhorror läuft das gewohnte Programm, ohne wirklich noch ekliger oder härter zu werden. Im Grunde wiederholt man die gleichen Muster und Verhaltensweisen des Vorgängers, nur dieses Mal minimal ausgedehnt. Dabei kommt jedoch leider nie apokalyptische oder gefährliche Stimmung auf. Die Endzeit scheint in filmischer Zeitlupe voranzuschreiten. Matt Mercer und das Schauspielteam machen ihre Sache annehmbar und der Vibe wird konstant fortgeführt, Phase 1 und 2 gehen reibungslos ineinander über. Doch für mich war Part II trotz erhöhter Action und einem größeren Bodycount deutlich schwächer als der Vorgänger. Er verschwindet noch viel schneller als dieser aus dem Gedächtnis und hat null neue Ideen. Zudem wirkt er weniger persönlich, technisch kaum versiert und körperlich unaufgeregter. Egal ob Romero oder Cronenberg - in beiden Kategorien gibt es dutzende, ja hunderte bessere Titel. Selbst in dieser Budgetklasse. Phase III kann ich mir denken - und das reicht dann bitte auch. 

Fazit: mehr vom selben Brei. Eiter, Blut und Kotze, ungeschütztes Reinraus, erstaunlich viel Dummheit, bloß keine Krankenhäuser und feines Igitt-Make Up. „Contracted 2“ bietet das, was sich Fans des Vorgängers wünschen. Falls es die geben sollte... Alles ist dieses Mal nur etwas mehr in Richtung Zombie-Subgenre verschoben, was nochmal ein ganzes Stück ausgelutschter wirkt als der kranke Körperkult im Original. Skip it!

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