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In einer amerikanischen Kleinstadt geschehen merkwürdige Dinge. Plötzlich mutieren die Mütter einiger Teenager zu wilden Kreaturen, die einen riesigen Appetit auf Menschenfleisch entwickeln. Ursache hierfür ist ein eigenartiger Virus, der scheinbar nur Mütter zu befallen scheint. Die mutierten Kannibalinnen fackeln auch nicht lange, sie ziehen mordend und fressend durch die nächtliche Kleinstadt. Jeder, der ihnen zwischen die Finger kommt, landet auf ihrem Speiseplan. Detective McCormick versucht letztendlich die drohende Epidemie mit roher Waffengewalt einzudämmen, während anderswo fieberhaft an einem Gegenmittel gearbeitet wird, um die befallenen Frauen zu heilen.

Die bösen Horrorfilmer lassen heutzutage aber auch gar nichts aus, jetzt müssen auch noch die guten alten Familieninstitutionen, nämlich die Mamis dran glauben. Hier werden vier ältere Damen von einem Virus befallen, der ihnen einen Heißhunger beschert, vorzugsweise auf das Fleisch des eigenen Nachwuchs. Wer jetzt hier aber harte Zombieaction erwartet ist aber gänzlich verkehrt, was allein schon an der Menge der befallenen Moms liegt. Die klassischen Horden von Untoten, die eine Gruppe Überlebender belagert kommt allein zahlenmäßig nicht zustande.
Macht aber eigentlich auch nichts, denn Flesh eating Mothers ist komplett als Horrorkomödie angelegt und diese funktioniert stellenweise auch wirklich gut, obwohl die Darsteller, Effekte und natürlich auch wieder die deutsche Synchro bestenfalls auf Bezirksliga Niveau zu bezeichnen sind. Allein aber schon die herrlich hirnlosen Dialoge der Kinder (die zwar Teens darstellen sollen aber eher wie Mitte dreißig aussehen) haben einen trashigen Charme der sich aber halten kann.
So soll ein dolles Antiserum von einem Wissenschaftler knapp oberhalb der Liliputaner Größe hergestellt werden, was dann aber seine etwa anderthalb Kopf größeren Assistentin Marke Blondine durch Zufall entdeckt. Das allmächtige Heilmittel ist dann dollerweise doch tatsächlich, tadaa, Penicilin, wenn das mal Kollege Romero gewußt hätte. Andererseits ist man sich ohnehin nie einig, ob die alten Damen nun sowas wie Zombies oder gesichtsmutierte Kannibalen darstellen sollen, aber wer will da kleinlich sein. Ein großer Renner ist der Film nun sicherlich nicht wirklich, aber wirklich langweilig ist er nie.
5/10

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