iHaveCNit: Straight Outta Compton (2015)
Als kleine Zwischenstation in meiner Retrospektive zu der Fast & Furious – Reihe habe ich mir, allein wegen dem Regisseur F. Gary Gray, nun die Zweitsichtung von „Straight Outta Compton“ hinter mir. Hintergrund für „Straight Outta Compton“ ist die Geschichte von „N.W.A.“ und seinen Gründungsmitgliedern Dr. Dre, Ice Cube und Eazy-E bzw. Andre Young, O´Shea Jackson und Eric Wright. Da ich ihn mir damals im Kino nicht ansehen konnte, habe ich den Film dann vor ein paar Monaten im Heimkino nachgeholt und kann nun auch bei der Zweitsichtung den Film uneingeschränkt empfehlen. Warum das so ist ? Erkläre ich euch gerne !
F. Gary Gray ist hier ein sehr vielschichtiger und hochwertiger Film gelungen, der sehr viele Elemente ausgewogen balanciert und kombiniert, so dass der Fokus und Rote Faden nie verloren geht. Zum Einen kriegen wir ein klassisches Biopic geliefert, indem uns die wichtigsten Stationen der Karriere von „N.W.A.“ gezeigt werden. Zum Anderen bekommen wir einen extrem guten Blick hinter die Kulissen der Musikindustrie. Dann bekommen wir noch einen gesellschaftskritischen Ansatz, der die Polizeigewalt gegen die schwarze Bevölkerung thematisiert und ein sehr feines Charakterdrama von den drei Jungs, die „N.W.A“ damals zu dem gemacht haben, als was es heutzutage gelten kann. Der weltweit geschichtlich größte Einfluss auf den Hip Hop überhaupt. In diesem Charakterdrama glänzen vor allem O´Shea Jackson Jr als sein eigener Vater Ice Cube Corey Hawkins als junger Dre und Jason Mitchell als Eazy-E. Aber auch Paul Giamatti als Manager Jerry Heller liefert eine extrem gute Performance ab. Die Musik selbst gibt dem Film in einer gewissen Art und Weise eine Dynamik und entwickelt einen Sog, dem man sich nicht so leicht entziehen kann. Wenn ich etwas dem Film dann doch vielleicht etwas negativ ankreiden müsste, ist, dass er sehr clean geworden ist. Vielleicht ist es dem Umstand geschuldet, dass Ice Cube, Dr. Dre und die Witwe von Eazy-E mit produziert haben, dass die Darstellung ihrer Charaktere und deren Handlungen dann doch etwas zu sauber und zu glatt präsentiert wird. Auch die etwas plakative Zurschaustellung des Erfolges bietet eine gewisse Portion „Wolf of Wall Street“, die dieser Film nicht nötig gehabt hat. Ich möchte nur sagen: „This aint a movie about hip hop“, denn jeder, der sich für Filme über Musik, Biografien und die Musikindustrie interessiert, kann hier beherzt zugreifen, denn die spannende und dramatische Milieu- und Charakterstudie ist als „Shit Dope Mann !“
„Straight Outta Compton“ - My Second Look – 9/10 Punkte.