Review

Alle hungrigen Dinge sind... drei?!


Mit dem „2-Headed Shark“ bin ich damals als Haitrashneuling als „Bonus“ auf der „Sharknado“-Blu Ray in Kontakt gekommen. Von „Sharknado“ war ich als Newbie in diesem schlammigen Ring schon wenig angetan, diese noch billigere Hai-Variante fand ich dann einfach nur noch grottig und dämlich. Mittlerweile bin ich metertiefer im Thema und sehe das... zumindest etwas milder, minimal anders, mit mehr Verständnis und Augenzwinkern. An den Wertungen von damals würde ich gar nicht mal allzu viel ändern, aber ich nehme die „Filme“ einfach mehr als „Kopffreifeger“, dumm-tumbe Unterhaltung auf primitivsten Niveau. Und wenn man „Jurassic Shark“ gesehen/durchgestanden hat, dann hat man mit einem „2-Headed Shark Attack“ direkt weit weniger Probleme. Selbst wenn ihn das nachträglich auch nicht mehr rettet. Und das gilt für die ganze, stumpfe Reihe. Unfassbar eigentlich, dass sich da überhaupt ein „Franchise“ draus entwickelt hat. Asylum halt, es scheint einen Markt dafür zu geben. Und vielleicht bin ich mittlerweile ja sogar Teil des Problems und ebenfalls Jahr für Jahr abgestumpfter Stammgucker...

Im ersten Sequel „3-Headed Shark Attack“ greift ohne wirkliche Erklärung oder Verbindung zum Vorgänger (an den ich mich aber auch noch nur äußerst schwach erinnern kann) wieder mal ein mutierter (?) Hai an - und dieses Mal hat er sogar noch einen Kopf mehr mit an Bord... Und dieses dreiköpfige Meeresbiest bzw. sein zweites Abenteuer hat auch wirklich ein paar sehr unterhaltsame Punkte auf der Kauenseite. Das Biest sieht zum Teil echt garstig aus (und damit meine ich mal nicht ausschließlich das CGI), die Mädels sind allesamt sehr prall und ansehnlich, Danny „Machete“ Trejo absolviert einen scharfen Gastauftritt und der Bodycount hört gar nicht mehr auf zu steigen. Wie sich das dreiköpfige Vieh seinen Weg frei matscht und mancht ist wirklich oft sehr spaßig und rigoros. Es kann sich sogar über Land robben, von Motorboten über Zelten bis zu riesigen Dampfern ist nichts vor ihm sicher, keine Komparsin, keine Hauptfigur. Das hat was, das kann was, das befriedigt grundsätzlich schon das Herz eines jeden Trasherianers. Allein wie sich die drei Köpfe regelmäßig um ihr Fressen streiten, Menschen zerfleischen und oft drei Opfer gleichzeitig mit einem gezielten Sprung eliminieren, kann sich sehen lassen. Auch die Erklärung von seinem „Kopfnachwuchs“ fand ich... einleuchtend?! Von guten Darstellern, brauchbar gezeichneten Figuren, echter Spannung, wirklich guten Effekten, einer halbwegs garen Handlung oder auch nur audiovisuell durchschnittlicher Handwerksarbeit muss man sich aber natürlich ausführlich verabschieden. Das ist wie Fast Food, frisch vom Hinterhof bei Mäckes - vielleicht noch gerade so konsumierbar, aber auf Dauer sicher ungesund. 

Fazit: die Hydra unter den Haien ist zurück... besser und bissiger als der Vorgänger (mit dem er handlungstechnisch nichts gemein hat). Aber einigermassen ernst genommen eigentlich immer noch nur als bierseliger Bildschirmschoner tauglich. Mehr Köpfe, mehr Alkohol sollte hier das Motto sein. 

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