Seien wir ehrlich, bis ins Jahr 2005 kamen gute Filme heraus, ohne dass es um 3D und zugemüllte CGI-Gülle handelte.
"Harte Filme" wie "Total Recall", "Predator" usw gehören zu der Vergangenheit, da heute nur noch der Rubel zählt, damit kleine Pissbacken Filme wie " The Expendables" sehen können, ohne das sie gleichzeitig an Mamas Brust nuggeln müssen.
Viele Remakes sind gescheitert. Man denke nur mal an "Freddy Krueger", oder eben besagten "Total Recall" usw.
Und dann gibt es eben noch Remakes oder Fortsetzungen, die einfach nicht mehr den Charme der 80er oder 90er auffangen können, da der Humor der Handy-Generation angepasst worden ist. Beispiele gefällig? "Dumm und Dümmerer", "Jack & Jill" usw.
Da ist es beinahe abstoßend, wenn man sich an das Erbe von "Clark Griswold" heranmacht, eine vierteilige Serie, wobei der letzte Teil von 1997 gestunken hat wie mein Morgen-Dung, den ich nach dem ersten Kaffee absetze.
Immerhin wird die Geschichte in "Echtzeit" gezählt. Die kleinen Pisser, die damals, die Kinder spielten, spielen nun selbst als verheiratete Leute den "Clark" nach und haben so irgendwie dieselben Probleme, wie Clark himself. Natürlich wurde zu keiner Zeit nur auch einmalig der Charme eingefangen, den z.B "Schöne Bescherung" als minimalsten Witz hatte. Aber man kann sich ganz gut mit dem Film zum einmaligen Ansehen unterhalten.
Die Gags sind nicht plump, manche kamen schon öfters in anderen Komödien vor, manche wirken sogar spritzig - aber den Charme der "echten Familie" Griswold erreicht dieser Streifen zu keiner Zeit. Immerhin, es ist kein Totalausfall geworden, sondern ein bekiffter Grinsekeks, wie man es eben aus Amerika gewohnt ist.
Chef "Chevy Chase" und seine Ehefrau Beverly "D´Angelo" haben auch noch ihre fünf Minuten Gastauftritt, die jedoch ohne Belang sind. Deren Auftritt sorgte für zwei Emotionen in mir: Ekel und leichten Lust auf Sex. Während Beverly noch etwas an Ihrem Aussehen liegt und ich sie als Milf immer noch ins Ohr bumsen würde, sieht Chevy Chase aus, wie der scheinheilige Tod auf fünf Rädern. Da ist es klar: Er hat seine Rente verdient mit seinen Filmen, und füllt sich seitdem nur noch mit Sixpacks und Fast Food ab. Aber okay, jedem das seine.
Zumindest war er bereit, mit seinen 300 Kg noch einmal vor die Kamera zu treten - wer natürlich komplett fehlt ist Schizzo Eddie (Randy Quaid), aber okay, der hatte seine letzte Rolle als Gastauftritt 2009 in "Balls Out", wer weiß, wie es dem armen Quaid geht.
Völlig verschenkt sind die Rollen der Tochter Audrey (Leslie Mann) und deren Mann (was will man mit Chris Hemsworth in dieser Rolle ???).
Insgesamt gesehen kommt der Film nicht einmal an den schlechtesten Teil der Reihe ran, und an den Kult der echten drei Filme sieht er nicht einmal den Horizont.
Dennoch kann man sich "Vacation - Wir sind die Griswolds" einmalig geben ohne komplett auseinanderzufallen.
5,5/10