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Unsterblichkeit muss kein Segen sein, das bebildert Regisseur Jason Krawczyk, der auch das Drehbuch verfasste, in „He never died“. Dabei mischt er biblische Mythen, Vampirismus, Kannibalismus und eine unerwartete Prise trockenen Humor zu einem eigenwilligen Genrebeitrag.
Das Tempo ist eher gemächlich und eine ganze Weile wirkt das Geschehen um Hauptfigur Jack mitunter ziellos und episodenhaft. Zu Anfang wirkt all dies eventuell etwas sperrig. Nach und nach kristallisieren sich Zusammenhänge heraus, wobei man am Ende nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekommt. Die Enthüllungen passen zwar im Gros in das Konstrukt, wirklich spannend ist das Werk allerdings nicht geraten. Es wird mehr durch das Rätsel um Jack und den Humor am Leben gehalten. Das Szenario bleibt skurril, die Figuren teils ebenso.

Henry Rollins stapft mit stoischer Mine durch die Pampa, unbeirrbar und mit lakonischem Humor, von Jack scheinbar unbeabsichtigt entfacht. Rollins, mir eher von den musikalischen Bühnen her bekannt, spielt die Figur durchaus ansprechend und mit gutem Timing, auch der Rest vom Ensemble, insbesondere Kate Greenhouse, passt.
Das begrenzte Budget, welches man an mancher Sparsamkeit und Ausstattung bemerkt, kann der Film oft gut überspielen. Zwar merkt man die Reduziertheit insbesondere in mancher kurzen Actionszene und bisweilen geschieht diese im Off, doch wenn man Effekte präsentiert, dann sind sie gelungen.

Eigenwilliger Mix, der insgesamt gelungen, abseits des Humors aber auch etwas unterkühlt daherkommt. Eine ewige Sünde als Heimsuchung bis in die Neuzeit, gespickt mit einem guten Cast. Nicht alles wird auserzählt, das begrenzte Budget ist anzumerken, doch wusste man damit einiges anzustellen. Lohnt einen Blick.

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