Review
von Leimbacher-Mario
Swamp Thing
Von unseren niederländischen Nachbarn kommt dieser schwarzhumorige, seltsame, lethargische Auftragskillershowdown, in dem die zwei titelgebenden Männer aufeinander losgelassen werden und im holländischen Sumpfhinterland tödliche Jagd aufeinander machen - und dabei gibt es natürlich auch noch ein paar „kollaterale“ Schäden an Außenstehenden...
Bourne, „Free Fire“, „Mörderland“, „Reservoir Dogs“ - an solche Werke und Kaliber werden hier manchmal Gedanken geweckt, jedoch nur in den besten Momenten. Und die sind viel zu rar gesät. Die erste Hälfte plätschert komplett vor sich hin, keine der beiden Parteien gewinnt wirkliche Sympathien beim Zuschauer, Hintergründe bleiben vage und die Gewalteinschübe oder bitterböse Momente wünscht man sich viel ausgeprägter. Die meiste Zeit habe ich mich durch diese holländische Farce gequält. Man weiß nicht, ob das Satire oder Krimi, Komödie oder Thriller, Sozialkritik oder Schwachsinn sein soll - doch wirklich funktioniert hat bei mir keiner der Teile. Weder Spannung noch Humor trafen ihr Ziel. Was bleibt, ist ein blasser Mischmasch zwischen Moor und Mördern, ohne echte Highlights, Höhepunkte und mit viel zu wenig Dunkelheit, Abgefucktheit, schwarzer Komik. Man hätte in jeder Beziehung weiter, höher, saftiger zielen müssen. So bleibt ein lauwarmer Brei, nichts Halbes und nichts Ganzes, weder cool noch spannend, mit viel zu wenig Diabolik & Grinsen. Dabei sind die Ansätze durchaus lobenswert...
Fazit: mittelmäßiger holländischer Käse - makaber, zäh, löchrig und nicht pikant genug. Verzehrfertig, allerdings nur bedingt schmackhaft. Hohe Qualität geht anders. Hat etwas Hochwasser, stinkt und ist etwas faulig...