Mensch gegen Maschine ist ein gern verwendetes Motiv, wenn Action und Science Fiction aufeinander treffen, wofür die Reihe um „Terminator“ ein populäres Beispiel ist. Dazu noch eine ordentliche Prise Zusammenhaltsgefühl in Richtung „Expendables“ und schon darf irgendwo in Rumänien losgeballert werden.
Sechs Söldner um den ehemaligen Marine Rekker (Louis Mandylor) sollen in Tschernobyl einen Waffendeal über die Bühne bringen, doch direkt nach Ankunft auf dem verwaisten Fabrikgelände stehen sie unter Beschuss. Der Trupp bekommt es mit kybernetischen Kampfmaschinen zu tun, die alles andere als leicht zu besiegen sind…
Autor und Regisseur Mitch Gould, seines Zeichens Stuntman und Koordinator, wählte für seinen Stoff den leichtesten Weg und konzentriert sich auf temporeiche Action ohne große Hintergrundaspekte, was die Exposition in Moskau während einer Silvesternacht bereits untermauert. Stilistisch erinnert das Treiben ein wenig an Guy Ritchie, einschließlich einiger Bullet Time Momente und Freeze Frames. Nicht originell, aber in Ansätzen strömt das eine gewisse Coolness aus.
Die zweibeinigen Kampfroboter, per CGI in die Runde geworfen, sind schlicht aber effektiv ausgefallen, bei einigen Bewegungen mangelt es jedoch an geschmeidigen Abläufen und so ganz ausgereift scheint die Technik nicht zu sein, da sie häufig am Ziel vorbei ballern und in Zweikämpfen nicht sonderlich beherzt zu Werke gehen. Demgegenüber sind sie relativ kugelsicher und nur schwer zu beeinträchtigen, was letztlich dem Kollektiv der Söldner zur Aufgabe gemacht wird, die das Geschehen mit einigen trockenen One-Linern begleiten.
Leider übertreibt es Gould bei der Action mit dem Einsatz von Zeitlupe über Gebühr, ohne die der Streifen womöglich zu einem Kurzfilm mutiert wäre. Manche Szenen wirken fast comicartig, bei anderen leidet die Dynamik, was hinsichtlich eines kampferprobten Mannes wie Dan Southworth echt schade ist, denn der Typ versteht es, mit geschmeidiger Power anzutreten.
Die übrigen Mimen geben ebenfalls keine schlechte Figur ab, mal abgesehen von einer eindimensional und stocksteif performenden Dominique Swain und einem Michael Pare als völlig unterforderten Bösewicht.
Die überaus dünne Story liefert weder sonderliche Kniffe, noch einen doppelten Boden, denn Gut und Böse sind von Vornherein klar definiert, Überraschungen bleiben aus. Da sich die Action weitgehend sehen lassen kann, das Timing und die Spielfreude der Mimen auf der Habenseite zu verbuchen sind, lässt sich „Battle of the Drones“ als anspruchsloser Happen konsumieren. Dass die Dreharbeiten bereits 2013 begannen und er erst drei Jahre nach Erscheinen zu uns herüberschwappt, spricht allerdings für seinen austauschbaren Charakter.
5,5 von 10