"Raum" erzählt die bewegende Geschichte eines Jungen, der als Sohn eines Entführungsopfers geboren wird und seine ersten Lebensjahre eingesperrt in einem kleinen Raum verbringt. Die Geschichte ist herzergreifend und erschreckend, von den Darstellern grandios gespielt und toll erzählt. Die ersten ca. 45 Minuten spielen ausschließlich in dem genannten Raum auf wenigen Quadratmetern, sodass der Zuschauer in die Gefühlswelt der Protagonisten einfühlen kann. In diesem ersten Teil ist "Raum" ein kammerspielartiges Entführungsdrama, bei dem es aber weniger um die Entführung als solche geht, sondern vielmehr darum, wie man diese Welt einem heranwachsenden kleinen Jungen erklärt. Im zweiten Teil entwickelt sich der Film dann zu einem intensiven Drama über die Folgen eines solchen langjährigen Martyriums inkl. Presseterminen, Selbstzweifeln und psychologischen Auswirkungen. - Bewegendes und schockierendes Kinoerlebnis. Klasse!