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Roland Emmerichs Versuch eines Dramas. Das hätte er besser sein lassen und bei seinen banalen Krawumm-Spektakeln bleiben sollen. Für den offen homosexuellen Regisseur war die Aufarbeitung der Ereignisse in New York im Jahr 1969, jener Aufstände diverser sexueller Minderheiten gegen die intolerante Masse, angeblich eine Herzensangelegenheit. Umso unverständlicher ist es, dass Emmerich sämtliche historischen Fakten zum Fenster rausgeworfen und sich stattdessen einfach irgendetwas aus den Fingern gesaugt hat. Darüber hinaus werden die Schwulen in ein überwiegend negatives Licht gestellt, was umso mehr verblüfft. Sie sind hier meist manipulativ und zwielichtig und werden obendrein andauernd mit Transvestiten in einen Topf geworfen. Die paar Massenschlägereien auf den Straßen reißen es nicht raus. STONEWALL ist zäh und dank eines Uringelb-Farbfilters hässlich anzusehen.

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