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Als die handgemachten Effekte von Alec Gillis und Co für das Remake von „The Thing“ durch CGI ersetzt wurden, fasste er kurzerhand den Plan, eine eigene Version aus dem Boden zu stampfen. Tatsächlich sehen die Effekte ordentlich aus, doch bis auf Lance Henriksen kann man den Rest nahezu vergessen.

Einige Walforscher um Sadie befinden sich auf einem Krabbenkutter im Beringmeer, als die Gruppe einen großen Metallklumpen im Eis findet. Hierin befindet sich die Leiche eines russischen Astronauten, in welchem wiederum ein Parasit haust, der sich schon bald an Bord des Schiffes ausbreitet…

Viel findet sich hier aus der Reihe „Alien“, die augenscheinlichen Elemente beziehen sich natürlich auf „Das Ding aus dem Eis“, was komplett auf dem Schiff stattfindet.
Eine erste Kostprobe für die Qualität der Effekte erhält man direkt mit der Exposition, als die sowjetische Rakete auf die Erde zurast und Feuer fängt, - schlicht, aber gut gemacht.
Mit der Vorstellung der Protagonisten schleichen sich allerdings die ersten Mankos ein.

Die Figuren schüren kaum Interesse und leiden unter klischeehaften Eigenschaften, während die Handlung nur schwer in Fahrt kommt. Erst als der Parasit auf den ersten Passagier überspringt, kommt ein wenig Leben in die Bude und die klaustrophobische Atmosphäre verdichtet sich etwas. Der Kutter macht innerhalb der eisigen Umgebungen eine gute Figur und auch unter Deck weiß die unberechenbare Stimmung zu gefallen. Demgegenüber stehen banale Dialoge und einige irrationale Verhaltensweisen, auf die man in so einer prekären Situation erst einmal kommen muss.

Auf der Habenseite findet sich immerhin eine Handvoll gut in Szene gesetzter Effekte. Die handgemachten Tentakel etwa, welche aus dem Rücken eines Opfers hervorbrechen oder die kriechende und pulsierende „Rohmasse“. Auch diverse Hautveränderungen sind sorgfältig gestaltet und erinnern nicht von ungefähr an Genreklassiker.
Überhaupt ist die Chose vorzugsweise auf altmodisch getrimmt, die eindimensionale, völlig innovationslose Story ist es allerdings auch.

So will sich schlichtweg keine Spannung einstellen, die Übergriffe des Mutanten fallen trotz gelungener FX unspektakulär aus und bis auf Henriksen performt kein Mime über taugliches Mittelmaß. Explizite Gewalteinlagen tendieren gegen Null und auch vom Score bleibt nichts hängen. Die Qualität der Effekte in Relation zum Rest untermauert, dass mancher Schuster bei seinen Leisten bleiben sollte…
4 von 10

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