Review
von Leimbacher-Mario
Steven Seagals saftige Sternstunde
Mittlerweile ist Mister Seagal, ähnlich wie viele seiner damaligen Kollegen, eher zur Lachnummer als zum Publikumsmagnet geworden. Doch vor genau 30 Jahren war er noch „The Shit“ - und „Marked For Death“, in dem er als Drogencop mit einer jamaikanischen Gang aneinander gerät, ist einer meiner Lieblinge von ihm, unter vielen Gesichtspunkten und so objektiv wie möglich betrachtet wohl auch ein Topkandidat für das oberste Treppchen in seiner (mittlerweile heruntergekommenen) Filmographie.
Was macht „Marked For Death“ fast schon zu einem Klassiker seines Fachs? Die enorme Härte samt einiger echt fieser Knochenbrecher. Seagal selbst mit seiner tiefen Stimme und in sich ruhenden Aura, die man (zumindest damals) nicht mit Autopilot verwechseln sollte. Die Reggae-Vibes. Der absolut verrückte Oberbösewicht². Zeitlos geile One-Liner („I hope they weren't Triplets.“). Hübsche Frauen. Solide Sidekicks. Spaß und Ernst vereint. Nahtlose Inszenierung. Knackige Laufzeit. All das verhilft „Zum Töten freigegeben“ ziemlich deutlich zu einem Stammplatz in jeder gut gepflegten Actionsammlung irgendwo zwischen „Showdown In Little Tokyo“ und „Lionheart“.
Fazit: das ist ein Dampfhammer des Herrn Seagal... Mit „Under Siege“ sein bester vielleicht sogar. Absolutes Topgestrüpp in Sachen Action. Brutal. Beinbrechend. Brachial. Ballernd. Ballastlos. Rund und in sich absolut befriedigend. Der „Live and Let Die“ unter den Seagals. Die Ein-Mann-Knochenbrecherkolonne.