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Beständig werden die abendfüllenden Animationsfilme von Pixar von Kurzfilmen begleitet. Im Fall von "Alles steht Kopf" ist "Lava" der einstimmende Vorfilm. In diesem singt ein Vulkan ein sehnsuchtsvolles Lied mit der Hoffnung auf eine Begegnung mit einem weiblichen Pendant. Das Ganze erinnert somit sehr an den vom gleichen Studio produzierten Kurzfilm "Knick Knack".

Spielraum hat die Handlung von "Lava" kaum. Die Protagonisten sind statisch platziert. Außer einem knappen Kulissenwechsel unter die Meeresoberfläche spielt die Geschichte nur über dem Meer, mit dem Fokus auf zwei Vulkaninseln. Die Animation der Figuren beschränkt sich auf Mund- und Augenbewegungen.

Erzählerisch setzt der Kurzfilm auf Musik. "Lava" ist von einem durchgängigen Song dominiert, der kurzzeitig schmissig ist. Mit der Zeit nutzt sich dieser aber durch stetige Wiederholung ab. Weder Witz noch ungewöhnliche Wendungen machen die Geschichte unterhaltsam, insofern ist bereits nach der Hälfte der ohnehin kurzen Laufzeit die Luft raus.

Die Animation ist überaus gelungen. Wasser, Wald, Fels, Rauch und Himmel sehen, abseits der comichaften Überzeichnung, fotorealistisch aus. Die Figuren hinterlassen einen knuffigen Eindruck.

Die universelle Geschichte von "Lava" klingt zwar emotionale Saiten an, der sehnsuchtsvolle Titelsong nutzt sich aber schnell ab. Durch fehlenden Witz und überraschende Wendungen ist es nur die Animation und die optische Vielfalt, die kurz bei Laune halten kann. Knappe ...

4 / 10

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