Review

Blubber Blubber Gähn Gähn


Eine im See untergehende Limousine, schreiende, verwöhnte Halbstarke darin, das Wasser steigt, Rückblenden erklären, wie es dazu kommen konnte und einige Streitpunkte unter den „Freunden“ gleich mit - das ist „Submerged“, ein leider nur auf dem Papier intensiver Unterwasser- und Unter-Durchschnitt-Thriller, den man nicht mit dem noch maueren, gleichnamigen und etwas älteren Seagal-Vehikel verwechseln sollte. 

„Submerged“ sieht solide bis zum Teil sogar nett aus, die Ausgangslage und Inhaltsangabe wird etliche Genreheads wie mich Play drücken lassen, da sie sich einfach zu simpel, gelungen und effektiv anhört. Die Wahrheit auf der Leinwand/dem TV sieht dann allerdings leider wesentlich ernüchternder aus. Die Figuren können einem durch die Rückband gestohlen bleiben, die Darsteller sind steif, nicht ansatzweise erstligareif, und wirklich beängstigend, eng oder heftig inszeniert, ist hier leider gar nichts. Die Rückblenden sind banal und nehmen Schwung und Spannung raus, das Finale ist der Stoff aus dem DTV-Grabbelware gemacht ist und im Grunde liefert hier keiner der Beteiligten mehr als Dienst nach Vorschrift ab. Vom Drehbuchschreiber über den beliebigen Regisseur bis hin zum Scoremacher oder wie gesagt den austauschbaren Leuten vor der Kamera. Alles Stangen- bis Bückware. Und dabei will ich nicht wissen, was Meister der Spannung a la Hitchcock oder Nolan aus einer solchen Ausgangslage und Idee hätten holen können. 10 Sekunden von deren Version würde ich ohne Gewissensbisse gegen diese 100 Minuten eintauschen - selbst wenn es nur die Logos zu Beginn sind ;). Das traurige Lowlight hier: eine Actionszene im Club die wahrscheinlich an „Collateral“ oder „John Wick“ erinnern soll, dabei aber einfach nur peinlich nervt und unterbelichtet wirkt. In jeder Bedeutung des Wortes. 

Fazit: reiche, blasse bis schlicht unsägliche Teens in einer Limo unter Wasser. Gemischt mit losen, unnötig wirren Rückblenden und allgemein einem Aufbau, der erstaunlich wenig Spannung geschweige denn Empathie aufbaut und zulässt, erst recht wenn man die durchaus vielversprechende, klaustrophobische Prämisse im Kopf erwartet / vorher durchspielt. Wässrig bis wahllos. Säuft ziemlich ab! 

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