Inhalt:
China in einer spätmittelalterlichen Epoche. Alle 10 Jahre kämpfen die rivalisierenden Nationen China und Japan in einem Duell aus, wer die bessere Schwertkunst ausübt.
Japan wird dieses mal vom herausragenden Schwertkämpfer Hashimoto Kada (Chen Hui Min) vertreten..., dieser ist ein Mann der Ehre..., er lebt nur für dieses Duell.
Auf Seiten China´s steht der ebenfalls ehrenvolle Student des Shaolin-Klosters... Ching Wan (Damian Lau).
Beide Kämpfer machen sich auf den Weg zum Austragungsort dieses Duells..., dem "Holy Sword House" von Master Han (Paul Chang Chung).
Dieser Schwertmeister hat eine ebenso schöne wie beherzt kämpfende Tochter..., Shan (Flora Cheung).
Auf Seiten der Japaner steht noch der ominöse Kenji (Eddy Ko) vom Clan der Yagyus.
Dieser Kenji soll mit seinen Ninja-Schergen im Auftrag des Shogun das Duell manipulieren.
Hintergrund ist der, dass der Shogun die Geheimnisse des KungFu näher beleuchtet sehen möchte..., um letztendlich seinen Einfluss auf das Reich der Mitte zu vergrößern.
Und so nehmen die Überfälle der Ninjas auf die Chinesen zu...
Und welche Rolle spielt Master Han? Kollaboriert dieser gar mit den Japanern...?
Kada und Ching Wan erreichen das "Holy Sword House"..., und ein blutiges Drama nimmt seinen Lauf....
Wird Kenji seinen teuflischen Auftrag durchführen können? Und wird es wirklich zum Duell zwischen Kada und Ching Wan kommen...?
Fazit:
Ausgezeichnet! Der fantasievolle und glänzend fotografierte Spät-Eastern "Duel to the death" gefiel mir bis auf einige tricky Kampfsequenzen und übertriebene Fliegereien wirklich sehr, sehr gut!
Regisseur "Tony" Ching Siu-Tung geht seinen Film stringent an, die Storyline ist relativ einfach, doch durchdacht umgesetzt..., viele gute Einfälle und die sehr schöne Verfilmung all dessen garnieren diesen Streifen, und das ganze unterhält den geneigten Eastern-Fan auf ganzer Linie!
Ching Siu-Tung..., er setzt diesen Streifen gekonnt um. Rasant-dynamische Schwertfights..., überzeugende Darsteller, eine spannende Storyline um ein Duell welches den Kampf Chinas gegen Japan symbolisieren soll..., und glänzend gewählte Örtlichkeiten und Hintergründe, welchem den Streifen ein starke Atmosphäre verleihen..., all das packt der Regisseur in kurze und damit kurzweilige 86 Minuten Laufzeit!
Die Geschichte klingt in der Tat einfach..., doch durch unsichere Loyalitäten, Intrigen und Verrat..., einem Schergen des Shogun, der ein Duell, welches ehrenvolle Männer vollziehen wollen, manipulieren soll..., erhält diese Storyline ihren besonderen Reiz.
Gekonnt weiß Ching Siu-Tung die Twists in seinem Eastern-Drama zu setzen.
All das ist mit atmosphärischen Bildern umgesetzt: Ob nun Damian Lau über eine lange Brücke das tempelartige "Holy Sword House" erreicht, inmitten einer pittoresken Landschaft. Ob nun Chen Hui Min durch eine sandige Ebene schreitet..., oder auf einem Felsen vor der tosenden Meeresbrandung sinniert. Oder das Duell zweier Protagonisten an einer mondänen Steilküste..., es sind atmosphärische, ja beeindruckende Hintergründe und Örtlichkeiten.
Die Fights sind die Quintessenz eines jeden Eastern. Starkes Swordplay..., vor allem sind diese Kämpfe voller Tempo und Dynamik..., und somit auch glänzend choreographiert. Und es ist auch ein Ninja-Film. Ninjutsu spielt somit eine nicht gerade untergeordnete Rolle.
So sind denn auch viele Tricks zu sehen...., Ninjas die wie Maulwürfe graben, an Flugdrachen angeschnallt durch die Luft segeln..., sich selbst wegprojizieren können, meterhoch springen können..., oder sich gar in eine nackte junge Frau verwandeln können.
Eigentlich nicht so mein Ding, wenn es denn übertrieben erscheint. Doch hier...., in einem Eastern der so voller starker Momente ist..., und von vornherein durch seine mondänen Bilder auch fantasievoll erscheint..., fast ein Fantasy-Eastern..., da störten mich diese bizarr anmutenden Tricks gar nicht mal so sehr. Einiges ist sicher übertrieben..., hemmt aber nicht all zu sehr den starken Eindruck, den ich von dem Film hatte...
Die Darstellungen veredeln den Streifen Ching Siu-Tungs noch um eine zusätzliche Nuance.
Sowohl Damian Lau als auch und vor allem Chen Hui Min spielen ihre Rollen als -auch instrumentalisierte- Duellanten würdevoll, unaufgeregt..., und dennoch irgendwie intensiv. Vor allem Chen Hui Min bietet eine starke Performance..., er will das Duell auf ehrliche Art. Ohne Manipulationen zu seinen Gunsten..., er ist ein Mann der Ehre..., dem Bushido verpflichtet, aber nicht bedingungslos dem Shogun.
Eddy Ko und Paul Chang Chung sind die ganz besonderen Villains. Sie agieren ebenfalls überraschend unaufgeregt..., doch eben auf ihre Weise kalt und heimtückisch.
Die weibliche Rolle hat die äußerst attraktive Flora Cheung inne. Für mich eine der schönsten Frauen der Welt..., sie hat das gewisse "Etwas". Wer sie von der Bettkante schubst, muss schon mit Tony Braxton verheiratet sein... ;-)
Auch sie spielt überzeugend als Tochter Paul Chang Chungs... und genauso stark fightet sie mit dem Schwert...
"Duel to the death" ("Das Todesduell der Shaolin")..., ein fantasievoller, spannender Eastern mit dynamischen Schwertkämpfen (ein wenig KungFu ist auch zu sehen), guten Darstellern und einer besonderen Atmosphäre.
Lohnt sich....!