Unglaublich, was ManCity heute wieder für Geschütze aufgefahren hat - ich habe leider nur dieses mäßige Horrorfilmchen von Schlockmeister Andy Milligan zu bieten. Dieser wird oftmals in einem Atemzug mit Ed Wood Jr., Ted V. Mikels, Larry Buchanan, Ray Dennis Steckler oder Uwe Boll erwähnt, wenn es darum geht, den schlechtesten Regisseur aller Zeiten zu benennen. Allerdings ist "The Body Beneath" nicht unbedingt der Bodensatz des Filmemachens, was auf Machwerke wie "The Ghastly Ones" schon eher zutrifft.
Auch liegt dem Streifen eine gar nicht mal so uninteressante Story zu Grunde: Prediger Algernon Ford ist in Wahrheit ein Vampir, der eine Art Stammestreffen organisieren will. Dazu wird noch eine menschliche Blutbank sowie eine Austrägerin für Vampir-Babys gesucht... Natürlich hat Milligan´s fachliche Imkompetenz weitgehend verhindert, dass aus "The Body Beneath" ein großer kleiner Film wurde. Auch das an allen Ecken fehlende Budget hat mit Sicherheit eine Rolle gespielt...
Trotzdem weißt der Streifen einpaar recht passable Komponenten auf: So ist die Eröffnungssequenz auf dem Friedhof schön gothic, auch wenn die drei grünen weiblichen Vampire aussehen, als seien sie Jess Franco´s "Sumpf der lebenden Leichen" entsprungen. Und das finale Blutsauger-Bankett ist Surrealismus at its best - zumindest, was Milligan darunter verstand. Hingegen sorgen die abstrusen Kostüme oder der buckelige Hunchback für unfreiwillige Komik. Gut gewählt sind die Locations (gruftige Friedhöfe, englisches Schloss etc.), außerdem gelingt es der Crew, hin und wieder richtig ordentliche Kameraeinstellungen hinzudrehen. Überraschend gut sind auch die Darsteller, wobei man mit Gavin Reed einen charismatischen Hauptdarsteller verpflichten konnte.
Das alles vermittelt einen fast schon zu positiven Eindruck, denn "The Body Beneath" funktioniert vielleicht eine halbe Stunde, wird dann aber schnell langweilig. Milligan versteht es leider nicht annähernd, gute Dramaturgie aufzubauen, von Spannung wollen wir besser gar nicht reden. So kommt es, das der Streifen dem Zuschauer mit ca. 75 Minuten Spieldauer immer noch viel zu lange vorkommt. Sex und Gore gibt es gar nicht, jedoch ist ein Gruselfilm ohne minimale Gruselparts einfach nicht unheimlich. Letztendlich hinterlässt "The Body Beneath" einen ziemlich zwispältigen Eindruck: als filmisches Kuriosum durchaus einen Blick, als vollwertiger Horrorstreifen hingegen nicht die Bohne wert. Daher der Querschnitt zwischen 1 und 10, was letztendlich 5 Punkte macht.