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Neben den „letzten Glühwürmchen“ ist „Jin-Roh“ sicherlich der beste Vertreter des Anti-Kriegs-Dramas aus dem Anime-Bereich. In düsteren Farben, aber dennoch wunderschön ruhigen Bildern wird die Geschichte eines Spionagekrieges nach dem zweiten Weltkrieg in Japan erzählt. Keiner der vielen Charaktere scheint der zu sein, für den er sich ausgibt. Das Märchen um Rotkäppchen und dem Wolf zieht sich durch den ganzen Film hindurch und zeigt dadurch ständige Parallelen zur eigentlichen Handlung. Sind es nun Menschen, die sich ein Wolfsfell übergezogen haben, oder Wölfe, die sich als Menschen ausgeben? „Jin-Roh“ ist realistisch und nihilistisch. Und verdammt gut.