Review

Wie man vor lauter Effekten und Action völlig Geschichte und Charaktere aus den Augen verliert, führt "Pan" exemplarisch vor.
Von Anfang gibt das Prequel zur bekannten Peter-Pan-Story Vollgas, kommt aber inhaltlich kaum vom Fleck. Beispielhaft sei der Luftangriff deutscher Flieger gleich zu Beginn genannt (der Film spielt während WW I), der zur Story zwar nix beiträgt, aber Bum Bum fabriziert.
Und so geht's denn auch weiter. Garrett Hedlund gibt den jungen Hook so belanglos, dass er in jedem anderen Fantasy-Actionfilm unter anderem Namen exakt den selben Charakter hätte spielen können - völlig austauschbar. Rooney Mara reißt als Tiger Lily nix; Pan, gespielt von Levi Miller (Better Watch Out) geht einem gleich komplett am Arsch vorbei - das muss man als niedlicher Kinderdarsteller erst mal hinkriegen.
Einzig Hugh Jackman als Blackbeard setzt ein Glanzlicht, wirkt aber wie ein Fremdkörper in einem Film, dem es zu keinem Zeitpunkt gelingt, einen eigenen Ton zu finden.
Für einen Film über ein magisches Land erstaunlich wenig magic. Insbesondere, wenn man den fabelhaften "Hook" als Maßstab nimmt.

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