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Die Carson-Bande ist mit Pferden, Geld und Essen reich gesegnet. Dummerweise trifft sie auf Butch Cassidy und seine Leute. Weil denen just die Gäule unterm Hintern weggeklaut wurden, fangen sie gleich an zu ballern - logisch. Einziger Überlebender der Carsons: Macho Callaghan. Der rappelt sich zu einem blutigen Rachefeldzug hoch.

Spätestens zwei Minuten nach Beginn kann man getrost aufhören hier etwas besonderes zu erwarten. Wir sehen die Gang von Butch Cassidy, wie sie an einem ersichtlich europäischen Steinbruch zu Fuß vorbeiwandert, Blödsinn brabbelt und mit fünf Kugeln die sechs Mann der verfeindeten Carson Gang erledigt. Leider mißlingt der zwei Mann eine Kugel Trickshot etwas, einer wird nur angekratzt und schwört fortan Rache.
Der Film fängt dämlich an und daran wird sich bis zum Abspann nicht viel ändern. Die Story wird reichlich unzusammenhängend erzählt, die Motivationen der einzelnen Charaktere für ihr Handeln sind wahlweise nebulös oder idiotisch und am Ende ist der Rachegangster sogar ein US Marshall (Hä?? Undercover Operation oder was), ohne das der arme Zuschauer auch nur ein Fitzelchen an Erklärung bekommt, wer, warum und wieso jetzt nun gerade auf welcher Seite steht. Hintergründe gibts schonmal keine, woher der Streit innerhablb der Cassidy Gang kommt, warum sich der Held namens Macho (toller Name, ihr Herren Autoren) in der Carson Gang einschleicht obwohl er Cassidy schnappen will. Je länger man über den Streifen nachdenkt, desto mehr Sinnlosigkeiten fallen einem ins Auge.
In der Zwischenzeit versucht ständig ein Typ namens Ironhead entweder Cassidy, Macho oder dessen Buddy Butch umzubringen in wahlloser Reihenfolge und mit zweifelhafter Logik was natürlich nicht gelingt. Ansonsten ist der Mittelteil ziemlich öde, mit der Ausnahmen eines gewissen Herrn Kinski (lieb Kinder, macht bloß nicht nach wie der Onkel da den Apfel ißt), der hier in einem Kurzauftritt einen Prediger gibt. Den Rest vom Cast kann man dafür getrost vergessen, kaum Talent, und bis auf Gordon Mitchell die Ausstrahlung eines Topfdeckels.
Im finalen Showdown der beiden Banden in einer "Geisterstadt" (lol) verlieren die macher offensichtlich den Restverstand und der Trash feiert Karneval. Es ist nicht zu beschreiben wie extrem lächerlich die Cowboys sich dort anschleichen. Gut sichtbar schieben sie ein paar schmale Büsche vor sich her und bewegen sich Vööööölllig unauffällig etwa 100 Meter vorwärts. Das ist genauso dämlich, wie deren Dynamit intelligent ist, denn zwei Satteltaschen sorgen für multiple Explosion in einem Radius der nicht nur der Physik spottet, sondern auch immer dort losgeht, wo sich grad einer bewegt und das sogar noch so etwa zwei Minuten nach der ersten Explosion. Muß man gesehen haben. 
Ne hier paßt gar nichts, Story Müll, Darsteller schwach, Logik Fehlanzeige, aber was will man auch von Leuten erwarten die des Westerns Lieblingsgetränk "Whiskie" schreiben. Vor allem hört der Film eigentlich in der Mitte auf, Cassidy und Kid sind immer noch auf der Flucht, da scheint doch eine Fortsetzung geplant gewesen zu sein. Muß aber wegen mir nicht sein Signore Fidani.
3/10 

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