Nach den Vergewaltigungen, sexuellen Erniedrigungen und darauf folgenden Rachemorden aus Teil 1 findet Angela (Sarah Butler), traumatisiert und verstört, nur schwer in den Alltag zurück. Mehr noch: ihre Umwelt, besonders die männliche, erscheint ihr notgeiler und bedrohlicher denn je. Zusammen mit einer gleichgesinnten Freundin und Männerhasserin begibt sich Angela erneut auf die Jagd nach Chauvinisten und schwanzgesteuerten Machos...
"Angela is back!" heißt es in diesem dritten Teil der Rape&Revenge-Reihe. Sarah Butler aus Teil 1 ist wieder mit an Bord. Die ist klapperdürr, sexy und neben dem Gore das Highlight des Films, was aber irgendwie zu erwarten war. Aber hey, was soll man von einem dritten Teil eines Foltersexfilms überhaupt erwarten. Mehr Gewalt, mehr Rache, noch härtere Vergewaltigungen!? Bitte nicht! Und geht in Anbetracht der Vorgänger auch kaum.
War Teil 2 überraschender Weise noch eine richtig flotte Fortsetzung, schwächelt Teil 3 nun merklich. Die Story ist nicht unbedingt mies, wirkt aber unentschlossen, fadenscheinig und dient als Alibi für die harten Gewaltszenen. Die haben es (natürlich nur in der Uncut-Fassung) in sich. Beispielsweise bekommt ein Kerl ein Stahlrohr in den Arsch geschoben und ein Penis wird - und jetzt Achtung - gespalten(!).
Angela besucht irgendwelche nächtlichen Gruppentherapien wie in FIGHT CLUB. Die Ereignisse von damals verfolgen sie in Form von harschen Gewaltphantasien. Ein erneuter Schicksalsschlag bringt ihre fragile Psyche ins Wanken und weckt den Killer in ihr... Bla bla bla, interessiert eigentlich keinen. Die Story wurde schon mit Teil 1 fertig erzählt. Diese künstliche Weiterführung der Geschehnisse will nicht so recht überzeugen und hat mit der klassischen Rape&Revenge-Definition auch nichts mehr zu tun. Die Querverweise auf MS. 45 (wenn es denn welche sind), wirken unbeholfen und unangebracht, da an der Klasse Abel-Ferrara-Films weit vorbei gesäbelt wird.
I SPIT ON YOUR GRAVE 3 ist alles andere als eine schlechte Fortsetzung, aber überflüssig und nur für Fans der Vorgänger sehenswert. Zumindest bleibt der Splatter im Gedächtnis. Und mehr Spaß als der dritte Teil von HUMAN CENTIPEDE macht er auch.
Fazit:
Sexy Racheengel im Blutrausch - so lala.