Sachlich, packend, erdig
"A War" ist ein absolut empfehlenswertes, dänisches und gefühlt komplett anti-hollywood'sches Kriegsdrama über einen Vater mit Führungsverantwortung im Kriegseinsatz, dessen Entscheidungen zum Tod von vielen afghanischen Zivilisten führt, wofür er sich zu verantworten hat...
The Locked Hurt
Europäisches Kriegskino - besonders dänisches! - hat es in sich und ist oft ganz eigen, anders, trockener und authentischer als in etwa mögliche Hollywoodpendants. "A War" ist dafür ein perfektes Beispiel. Frische Gesichter, unaufgeregte Inszenierung, hochwertiger Look, gute Ausstattung, moralische Ambiguität, kompetenter Spannungsaufbau - intern wie extern, d.h. innerhalb der Figuren wie durch seine gezeigten Handlungen. "A War" wertet nicht und respektiert uns Zuschauer und unsere Intelligenz wie Menschlichkeit und Fähigkeit uns eine eigene Meinung und ein Urteil zu bilden. Auch wenn dieses alles andere als leicht fällt. Neutral, nüchtern, notwendig. Es geht um brisante, schmerzhafte und eventuell unmögliche Entscheidungen, Führungskraft und Verantwortungslast auf den Schultern. Das hat mir immens imponiert. Das brodelt innerlich - und ruht gleichzeitig in sich. Das muss man erstmal alles unter einen Helm bringen.
Fazit: ein fantastischer, ambivalenter und nachdenklich stimmender Kriegsfilm... Wahrhaft dänisches Dynamit - inklusive Understatement!