Tremors 1 war zu seiner Zeit ein unerwartet fluffiger, leicht trashie angehauchter B-Movie Spaß mit gut aufgelegten Darstellern und einer einfachen, aber doch überraschend unterhaltsamen Story. Nun erscheint nach einigen Jahren der mittlerweile 5te Teil der Reihe. Gelangt man wieder in das unterhaltsame Fahrwasser des 1ten Teils zurück? Ganz klar: NEIN!!!
Michael Gross scheint keine anderen Rollen mehr zu bekommen, anders kann ich mir nicht erklären warum ausgerechnet er als Aushängeschild der Reihe genutzt wird. Wieder spielt er den Waffennarren und Graboiden jagenden Burt Gummer. Lebte Teil 1 noch davon, die Raketenwürmer mit irgendwelchen Tricks auszuschalten, wirkt Teil 5 ideenlos bis zum geht nicht mehr. Wenn Gummer den Tremors begegnet, schießt, ballert er wie ein Wilder auf die selbigen, aber von Einfallsreichtum kann hier beileibe nicht die Rede sein. Genau daran krankt der gesamte Film. Es wirkt die gesamte Zeit über so, als wolle man auf Biegen und Brechen die Franchise Kuh melken bis sie tot umfällt, etwas neues wird der Reihe aber absolut nicht abgewonnen.
Die Nebenrollen sind austauschbar ohne Ende. Eine schwarze ( darf man das zum aktuellen Zeitpunkt überhaupt noch sagen ) Kampfamazone, bewaffnet mit Pfeil und Bogen in bester Tomb Raider Manier, der völlig bedeutungslose Looser, der ihr gerne den Hof machen würde und sich Ihrer Tochter anbiedert wie nur was, Gummers Sidekick, welcher außer ein paar blöden Sprüchen absolut nix dem Film bringt ( außer einem winzigen Storyplot zum Ende des Films ) und einem Hubschrauberpiloten, welcher Gummer und Co. von A nach B fliegt und im späteren Verlauf sowas wie eine Heldenfigur darstellen soll. Vom obligatorischen Bösewicht, der alles, nur nicht böse ist, will ich gar nicht erst anfangen.
Lasst das Franchise, welches eigentlich nie wirklich eines war, ruhen. Besser wird es wohl nicht mehr werden, nur noch lächerlicher.
4/10