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1990 starteten die Raketenwürmer und zogen einige Fortsetzungen nach sich, wobei der vierte Teil bereits einige Jahre zurückliegt und den eigentlichen Abschluss markieren sollte.
Doch zum 25-jährigen Jubiläum wurden die Biester noch einmal reaktiviert und mit ihnen Michael Gross, welcher bereits beim Original mitmischte und hier mehr Laune verbreitet als die titelgebenden Kreaturen.

Burt Gummer (Gross) dreht mittlerweile Reportagen über Survival-Methoden, als er unaufgeforderte Unterstützung von Kameramann Travis (Jamie Kennedy) erhält, der seine Arbeit fördern und promoten will. Ein neues Abenteuer führt das frische Gespann nach Südafrika, denn hier sollen die Graboide ebenfalls aktiv sein und ein Wildreservat bedrohen.
Doch die Würmer sind derweil mutiert und flinker als zuvor..

Ein gewisses Augenzwinkern ist auch im fünften Teil des Tierhorrors noch festzustellen, allerdings geht dieses nur selten auf das Konto der Mutanten. Vielmehr steht lange Zeit das Buddy-Gespann im Vordergrund, welches sich zwar ordentlich ergänzt, jedoch nicht mit allzu pointierten Dialogen glänzt. Ein paar Motorrad-Stunts und der obligatorische Erste-Opfer-Einstieg bleiben für einige Zeit die einzigen, eher mageren Schauwerte.

In Südafrika angekommen, punktet immerhin die hübsche Kulisse und das Drumherum mit all seinen minimalen und überdeutlichen Klischees wie der Totentanz einiger Ureinwohner, die hübsche Ärztin mit zwei Bewunderern und der Wilddieb mit finsteren Plänen. Allerdings lassen die Würmer auch hier lange auf sich warten und greifen zwischendurch eher obligatorisch an, bevor es zum Finale deutlich beherzter zur Sache geht.

Die Darstellung der Angreifer per CGI geht in Ordnung, vor allem die fliegenden Viecher und sich eigenständig fortbewegende Tentakel können sich sehen lassen, während bei den gewöhnlichen Graboiden Abstriche zu machen sind, da es hier deutlich an Details mangelt.
Auch fallen die Gewalteinlagen überaus harmlos aus, da sich die meisten Übergriffe im Off ereignen und allenfalls mal ein Arm abgetrennt oder jemand aus dem Bild gezogen wird.

Die Mimen sind immerhin mit sichtlicher Spielfreude bei der Sache, allen voran Michael Gross, der die Rolle des leicht selbstironisch veranlagten Überlebenskämpfers aus vollen Zügen genießt und den ebenfalls nicht schlecht aufspielenden Kollegen häufig die Show stiehlt. Die variable Kamera fängt die Landschaften recht gekonnt ein und auch der Score untermalt einigermaßen variabel.

Spannende Momente bilden dennoch Mangelware, da sich die Konfrontationen in Grenzen halten und lediglich gegen Ende ein wenig mehr Action geboten wird, als auch mal ein Jeep in die Luft fliegt oder ein Kollektiv im Dorf an einer Gegenwehraktion beteiligt ist.
Insgesamt also eine Fortsetzung mit passablem Unterhaltungs, - jedoch geringem Erinnerungswert.
5 von 10

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