Review

Von einer HBO-Serie hätte ich mir dann doch etwas mehr erwartet. Sicher haben auch die Polen ihre Sache nicht schlecht gemacht, aber es gab doch viel zu viel Leerlauf. Erst zum Ende hin gelangt Licht ins große Mysterium und es offenbart sich eine Verschwörung die in höchste Regierungskreise hineinreicht. Dies wird aber erst in Staffel 2 so richtig entflechtet werden können. 
Es war mal was komplett anderes, ich hatte bis dahin noch gar nichts aus Polen gesehen. Interessant die Landschaftsaufnahmen und das Thema um Schlepper an der Grenze. Die Inszenierung zu karg. Alles grau in grau, nass, verregnet und bitterkalt. Eine abstoßende Atmosphäre - gibts in Polen keinen Sommer? - Da hätte sich visuell alles viel besser entfalten können - besser als im tristen Spätherbst.
Auch dramaturgisch offenbaren sich Schwächen: Der Maulwurf kann schon früh erahnt werden; ständig und unentweg wird geraucht oder Schnaps getrunken. Noch mehr Klischee geht wohl kaum. Der Hauptdarsteller gefällt, der Rest des Casts spielt nicht gerade überzeugend. Gewisse mystische Elemente wie das ständige Auftauchen des Wolfes nerven ebenfalls, denn das wars auch schon mit der Mystik. Auch ist alles viel zu lang geraten, als knackiger Dreiteiler wäre die Serie um einiges spannender geworden.
Fazit: Gute Ansätze, interessante Location, aber doch zu spannungsarm - Mittelmaß!

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