Als eine Art Hommage könnte das Werk der Regieneulinge Powell Robinson und Patrick Robert Young interpretiert werden, welches in vielen Belangen an Artverwandte der frühen Achtziger angelehnt ist. Die überaus geringe Budget von 87.000 Dollar merkt man dem Streifen nicht so sehr an, wie die mangelnde Erfahrung der Filmemacher.
Während sich West und Hannah auf der Hochzeitsreise befinden und unterwegs wahllos Leute ermorden, flieht das Paar Betty und Jake von Zuhause und wird von den Killern aufgegabelt. Man übernachtet in einem Hotel und tritt am nächsten Morgen mit Hotelleitung Rachel und Cop Michael eine Wanderung an, von der nicht alle lebend zurückkehren werden…
Offenbar sammelte Autor Young erst einmal einige Ideen und versuchte diese im Drehbuch miteinander zu verknüpfen, was oftmals wie ein Flickenteppich anmutet. Dass es sich beim Killerpaar um ein solches handelt, spielt für den Verlauf rein gar keine Rolle mehr, die Story um den schwulen suizidgefährdeten Trinker und Cop Michael wirkt arg bemüht und ist für das Abschlachten ebenfalls unerheblich, nur um Betty und Jake wird einige Zeit ein Geheimnis gemacht.
Immerhin ergeben sich durch die Vorgeschichten nicht nur austauschbare Opfer für den maskierten Killer, doch so richtig aus dem Quark will die Geschichte auch nicht kommen. Speziell am Abend vor dem Aufbruch zur Wanderung gibt einige völlig unnötige Momente, die das Geschehen beinahe zum Stillstand bringen, während beim eigentlichen Gemetzel zu wenig Hatz, zu wenige Temposzenen geliefert werden.
Die Kills gehören allerdings zu den einsamen Highlights des Treibens, denn hier ist noch alles handgemacht und wird oftmals in Nahaufnahme festgehalten. Da wird eine Wirbelsäule aus dem Rücken gebrochen, eine Machete schlitzt einen Kiefer von einem zum anderen Ohr auf, es gibt einen Hammer im Kopf und zwei geöffnete Bauchdecken mit Innerei und eine Stange im Oberschenkel. Diverse Aufheiterungsversuche gehen demgegenüber völlig in die Hose, obgleich die Gegenwehr mit einem Dildo in Zeitlupe angekündigt wird.
Darstellerisch ist trotz Unerfahrenheit einiger Mimen nichts zu beanstanden, der Score, oftmals angelehnt an den Minimalismus eines John Carpenter geht weitgehend in Ordnung und Kamera und Schnitt arbeiten zweckdienlich. Die Wahl der Schauplätze ist nicht übel, allerdings entsteht kaum Atmosphäre und auch die Spannung hält sich in Grenzen.
Was in erster Linie dem Kauderwelsch an Drehbuch geschuldet ist, welches speziell im Mittelteil uninteressante Schwerpunkte bildet und mit seinen Themen von Killerpaar, Kannibalismus, maskierten Killer über merkwürdige Schwangerschaften keine ausgewogene Einheit bildet. Überambitioniert, aber immerhin einigermaßen blutig.
5 von 10