"Augenschmaus", "Fest der Sinne", "Monumentaler Bilderrausch" - keine Ahnung, welche Superlative noch nicht bemüht wurde, um Ridley Scotts Sci-Fi-Epos über die Jagd von Blade Runner Harrison Ford nach dem Replikanten Rutger Hauer zu umschreiben. Auch heute noch bietet der Film eine überragende, atemberaubend durchgestylte Optik und sofern mir bekannt ist, wurde dieser Look zwischen Endzeit, Fantasy und Sci-Fi nie wieder in dieser Konsequenz aufgegriffen. Leider. Dabei ergeht sich "Blade Runner" nicht nur in einem schnöden Bilderrausch, sondern weiss auch mit einer doppelbödigen Story und einem beträchtlichen Anteil an ...Poesie zu gefallen.
Rutger Hauer hat damit seinen stärksten Moment - vielleicht in seiner gesamten Karriere. Wenn er sich zum Schluß dem Blade Runner offenbart, bäumt sich der Film für einen Moment zu einer ungeahnten Größe auf, die von Rutger alleine getragen wird und vollkommen zu Recht einen der großen magischen Kino-Momente darstellt... Also alleine schon wegen Rutger: Thumbs up!