Nach langer Pause versuche ich mich mal wieder an einer Kritik und da es mir schon lange in den Fingern gekribbelt hat, sollte es natürlich ein ganz besonder Film werden. Was wäre da besser als der Sci-Fi-Cyberpunk-Klassiker "Blade Runner"?
(Ich werde nur auf die wichtigsten Dinge eingehen, da man über diesen Film ganze Doktorarbeiten schreiben könnte (Verweis auf Blade Runners genialem Review).)
Here we go:
Ridley Scott verwirklichte mit "Blade Runner" das Buch "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" von Phillip K. Dick. Das Buch wirft die Frage auf: Ist der Mensch in seinem Handeln manchmal einem Androiden gar nicht so unähnlich? Scotts Verfilmung macht es genau andersrum: Mit dem von Rutger Hauer genial verkörperten Replikanten Roy zeigt Scott auf, dass es noch "menschlicher als der Mensch" geht. "Blade Runner" besticht durch seine absolut einmalige Atmosphäre, die Motive des Film Noirs aufgreift und in Zusammenarbeit mit Vangelis' melancholischem Score eine perfekte Symbiose bildet. Auch das Ideenreichtum des Films hat mich beeindruckt und gefesselt. Harrison Fords Darstellung mag für viele ungewöhnlich sein, da man vielleicht. einen Indiana Jones oder Han Solo erwarten würde, doch Pustekuchen! Ford spielt so kalt und pessimistisch, dass es eine wahre Freude ist.
Fazit:
Der Klingenspringer hat mich erst vor ein paar Monaten erwischt, (shame on me!), doch mich vollends überzeugt. Einen solch vielschichtig aber gleichzeitig simplen Film habe ich noch nicht erlebt. Scott zeigt, was Perfektionismus ist: Atmosphäre, Darsteller, Geschichte - einfach alles scheint perfekt und einmalig (entschuldigt das ständige "perfekt" aber es ist so). Blade Runner hat viele so viele Kollegen beeinflusst ("Brazil", "Das fünfte Element") und die Filmwelt nachhaltig verändert, wie kein Zweiter. Aber bitte den "Directors Cut" gucken ohne aufgesetztes Ende und überflüssige off-Kommentare, dann erwartet euch ein absolutes Filmhighlight, was mich wie einen Blitz getroffen hat!