Nach Alien, der nächste Welterfolg von Ridley Scott, aus dem Jahre 1982.
Wir schreiben das Jahr 2019. Die Tyrell Corporation, die führende Organisation in der Marktwirktschaft bei der Herstellung von Replikanten, findet heraus, dass mehrere Replikanten illegal auf die Erde eingereist sind.
Sofort wird der Einzelgänger und Ex Blade Runner Deckard aufgesucht und beauftragt die Replikanten auszuschalten. Dieser willigt aber erst ein, nachdem er von der Polizei unter Druck gesetzt wird.
Die Replikanten, die mittlerweile selbstständig Gefühle entwickelt haben, nehmen ihren Tod nicht mehr als selbstverständlich hin und wollen ihren Konstrukteur aufsuchen, um herauszufinden wie lange sie noch leben. Gleichzeitig wollen sie ihn dazu zwingen, mittels neuartiger Genmanipulation ihre Lebensdauer zu verlängern. Deckard bekommt, bei der Suche, Hilfe von der künstlich geschaffenen Rachel. Diese weiß nicht, das sie eigentlich kein Mensch ist, da bei ihr aufgrund ihrer Implantate im Gehirn scheinbare Erinnerungen hervorgerufen werden, so dass sie glaubt, sie hat ein ganz normales Leben geführt. In Wirklichkeit hat sie aber, wie alle anderen Replikanten, nur noch ein paar Jahre zu leben.
Ridley Scott wollte seinem düsteren Film das richtige Aussehen verpassen. Ganz klar dürfen in einem düsteren Sci-Fi Film Metropolstädte nicht fehlen, in denen es allein deshalb so düster wirkt, weil die monumentalen Gebäude ihre Schatten werfen. Natürlich darf auch der, alles verschluckende, Nebel nicht fehlen.
Auch das Wetter passt sich der Stimmung der Menschen an. Der unendlich wirkende Regen soll die Gefühle der Bewohner wiederspiegeln.
Trotzdem wollte Ridley Scott keine Anzeichen von gesetzlosem Chaos aufkommen lassen, und ließ kurzer Hand überall Polizeistreifen patrouillieren und auch die Flugobjekte
( Zeppeline ) am Himmel, mit ihren Lautsprecherdurchsagen, vermitteln ein Gefühl von Kontrolle.
Zusätzlichen futuristischen Touch bekommt Blade Runner durch die Leuchtreklamen, wie man sie aus dem modernen Hongkong gewöhnt ist, und der Technik, z.B. den Computern, die Befehle per Kommunikation entgegennehmen.
Dennoch sieht man den Bezug zur Gegenwart, da man auf dem Boden und den Slums normale Gebäude entdecken kann. Die neue Stadt wurde also direkt auf der alten errichtet. Auch hier ist ein Bezug auf Hongkong zu erkennen.
Ridley Scott spricht mit seinem Meisterwerk ganz klar auf eine andere Art des Rassismus an. Diesmal richtet sich der Hass aber gegen eine neue "Rasse", den Replikanten, die eigene Gefühle entwickeln, unabhängig sein wollen und gegen ihre Sklaverei sind.
Man kann im Film mehrere Aspekte finden, die eine Art Botschaft, für ein gemeinsames Miteinander, überbringen wollen.
Eine davon ist die Szene, in welcher der von Rutger Hauer verkörperte, Replikant eine Friedenstaube in der Hand hält.
Die Taube ist, wie jedes Tier, ein Replikant. Replikanten stehen für etwas Falsches, so auch die Taube, die falschen bzw. Scheinfrieden symbolisiert.
Als er dann das Leben Deckards verschont, kommt dieser zur Erkenntnis, dass es nie zu früh ist, anzufangen zu respektieren und zu lieben, denn man weiß nie wie lange das anhält.
Um diese Botschaften zu übermitteln, bedarf es aber vielen Unterhaltungen, durch die die Action platz machen muss. Dadurch wird der Film zwar nicht gerade langweilig, wirkt aber etwas trocken. Deshalb keine volle Punktzahl.