Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. An Atmosphäre ist Blade Runner nicht zu überbieten. Ridley Scott hat aus Phillip K. Dicks famoser Vorlage ("Do Androids dream of electronic sheep") einen Klassiker erschaffen, der nicht zu Unrecht absoluten Kultstatus erreicht hat. Die Ausstattung und das düstere, stimmige Ambiente lassen eine Zukunftsvision enstehen, die einem eiskalte Schauer über den Rücken jagt. Doch ist Blade Runner nicht nur fürs Auge, die Story ist fesselnd, schlüssig und läßt viel Raum zum Interpretieren ohne konfus und wirr zu wirken. Harrison Ford als Replikantenjäger Decker und Rutger Hauer als sein künstlicher Gegenspieler (der hier mal wieder zeigt, dass er doch ein ganz passabler Schauspieler ist) gehen voll und ganz in ihren Figuren auf und auch das restliche Ensemble, allen voran Sean Young, braucht sich nicht hinter den beiden zu verstecken.
Ein Film, der keine Grenze zwischen guten und bösen Charakteren zieht, so sind die Replikanten zwar Mörder, aber eben auch ausgebeutete Geschöpfe. Decker jagt sie und weiß am Ende nicht mehr genau wer er wirklich ist und stellt damit einer der meistdiskutierten Fragen der Filmgeschichte (in der normalen Schnittfassung, die ich übrigens dem DC vorziehen würde): Ist er ein Replikant?
Ein Meisterwerk, ich kann gar nicht oft genug zusehen wie Harrison Ford bei ewigem Regen und ewiger Nacht durch eine Stadt hetzt, die alles zu verschlingen scheint.