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Kaum aus dem Gefängnis entlassen, zieht der Verbrecher Pedro Ortiz (Mario Adorf) mit seiner Bande los, um sich an dem Sheriff (Edmund Purdom), der ihn einst ins Kittchen brachte, zu rächen. Als die Gelegenheit günstig ist, nehmen sie seine Frau (Marianne Koch) und seinen Sohn (Florian Kuehne) als Geiseln…

Die deutsch-österreichische Koproduktion versucht mit einem gewissen Aufwand und einer zumindest in den Hauptrollen hochkarätigen Besetzung, im florierenden Westerngeschäft mitzumischen. Dabei verbindet sich die Hartgesottenheit der gerade angerollten italienischen Welle mit einem typisch deutschen Zungenschlag im Dialog, der doch ein auffälliger Fremdkörper im rauen Westen bleibt. Die zunächst ärmliche Inszenierung und schwache Schauspielleistungen in der zweiten Reihe lassen Schlimmes befürchten. Doch spätestens im letzten Drittel hält Rolf Olsen die Zügel einigermaßen straff in der Hand und spitzt die beklemmenden Geschehnisse atmosphärisch dicht und teils sogar Atem beraubend spannend zu. Auch die klug angelegten gruppendynamischen Prozesse innerhalb der Bande, die sich um einen Anführer schart, der in Person sehr viel weniger charismatisch ist, als es die Legende will, können über den schlechten Ruf des Filmes hinausweisen.

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