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Als der Mitte der 90er in die Filmregale der deutschen Comicbuchhändler kam, hatte sich die erste Anime-Welle, als die coolen japanischen Zeichentrickdinger mit ihren krassen Gewaltexzessen noch kultige Geheimtipps auf dem Schulhof waren, bei uns bereits totgeritten. Es kam nämlich immer mehr unblutige Massenware von immer mehr Videolabels auf den Markt und GREEN LEGEND RAN, ein bestenfalls durchschnittlich dahin gepinselter SciFi-fantasy-Thriller mit Öko-Anstrich, fügte sich nahtlos in dieses immer unübersichtlicher und uninteressanter werdende Angebot ein. Abgesehen davon, dass wir übersättigt waren, sind auch nur ganz wenige Sequenzen dieses aus Genreversatzstücken bestehenden Pseudo-Epos sehenswert, etwa wenn ein Mann in einem Alptraum ein Blatt entfernen will, das an seinem Daumen festgewachsen zu sein scheint, und sich dabei mehrere dran hängende Adern aus dem Arm reißt.

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