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Gefühlte 4285 Backwood-Slasher spielen in und um eine einsam gelegene Waldhütte, so um die 1069 auf einem verlassenen Fabrikgelände oder in einer verwaisten Mine und rund 589 dürften sich in einem seit langem leer stehenden Hospital oder einer Irrenanstalt abspielen.
Vorliegender Streifen ist der letzten Kategorie zuzuordnen und leider kann er sich in keiner Form von der breiten Masse abheben.

Fünf Freunde um Jade wollten eigentlich eine Weile in einer Waldhütte in Alaska verbringen, doch ein Waldbrand und Steinschlag machen die Straße unpassierbar. Dann geht auch noch das Benzin aus und die fünf geraten an eine Tankstelle, in der die Besitzerinnen dringend vom Besuch einer nahe gelegenen Mine abraten. Prompt landet die Gruppe genau dort…

Regisseur Lauro Chartrand ist eigentlich Stuntman und wirkte in Filmen wie „Underworld – Awakening“ oder „Snakes on a Plane“ mit. Seine Fähigkeiten als Akrobat kann er hier jedoch nicht einbringen, denn in Sachen Action wird nicht allzu viel geboten. Ohnehin dauert es recht lange, bis die Truppe auf dem verlassenen Gelände eintrudelt und dort eine Frauenleiche entdeckt, welche kurz darauf spurlos verschwunden ist. Erwähnenswert sind eigentlich nur die schrulligen alten Zwillingsschwestern von der Tankstelle nebst morbidem Interieur.

Die Figuren schüren bis auf Jade ohnehin kein Interesse, obgleich zwischenzeitlich ein Fremdgehen entlarvt wird, was in einer selten dämlich konstruierten Situation geschieht.
Jade übt derweil schon mal das Bogenschießen, was spätestens seit Panem wieder in Mode ist und bereits früh andeutet, was im Finale eventuell eine Rolle spielen könnte.

Als die Bedrohung schließlich in Erscheinung tritt, schwingt zwar ein passables Tempo mit, doch die Übeltäter heben sich in keiner Form von Genreverwandten ab und auch das Make-up lässt in einigen Fällen arg zu wünschen übrig. Ein paar Gewalteinlagen sind, im Gegensatz zum schlecht animierten Steinschlag überwiegend handgemacht und beinhalten Sachen wie Durchbohrung und Metallstange im Kopf. Allzu drastisch fallen jene Szenen allerdings nicht aus, zumal sich viel davon im Halbdunkeln abspielt.

Die Mimen sind zwar bemüht, kommen jedoch kaum gegen das uninspirierte Drehbuch mit seinen banalen Dialogen und einfältigen Handlungsweisen an. Gleiches gilt für Score und Sounduntermalung, denn nur selten wird Spannung erzeugt und nur ansatzweise punkten die Kulissen des vermeintlich verlassenen Ortes.

So geht es bis zum einigermaßen abwechslungsreichen Showdown recht einfältig, klischeebeladen und ideenlos zu, das Finale rettet letztlich auch nicht mehr viel.
Genrefans dürften ihre Erwartungen also nicht allzu hoch ansetzen, um den Streifen einigermaßen unterhaltsam zu finden, aufgrund der Austauschbarkeit kann man ihn auch direkt auslassen.
4,5 von 10

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