Ginya Yabuki, gespielt von Riki Takeuchi, kehrt aus Thailand nach Tokyo zurück, um einige Sachen klarzustellen. Er hat vor, die dominante Teitokaigruppe auszurotten und selbst die Macht an sich zu reißen. Dafür schart er alte und neue Bekannte um sich und bricht bald in eine Bank ein, die von Teitokai geleitet wird.
Der Film legt sehr viel Wert auf Coolness. Sowohl in Ton als auch in Bild. Riki Takeuchi hat mal wieder seine monoton schwarze Kluft an, die häufig durch einen tollen Ledermantel ergänzt wird. Auch die Dialoge sind reich an sinnlosen Weisheiten und unterhalten nicht durch Tiefgründigkeit. Die Musik passt zum Geschehen und unterhält mit zwar monotonen aber coolen Rhythmen. Doch muss man leider auch zugeben, dass es mit der Coolness in diesem Film einfach zu weit geht. Damit will ich nicht sagen, dass die Actionszenen irgendwie übertrieben sind, sondern dass zum Beispiel Riki Takeuchi mal wieder sehr dick aufträgt, sich hier aber zu ernst nimmt. Dieses andauernde Zögern und irgendwo einfach mal stehen bleiben nervt dezent. Und auch seine zu starre Mimik langweilt an einigen Stellen.
Dazu kommt eine wirklich schlechte deutsche Synchronisation. Vor allem Takeuchis Sprecher und der seines Erzfeindes sind unpassend, monoton und ob der schlechten Differenzierung der Tonspuren manchmal sogar schlecht zu verstehen. Letztes Problem taucht aber auch bei anderen Figuren auf. Die schlechte Lokalisierung in dieser Hinsicht fällt häufig auf. So wird in dem Schlussdialog zwischen Ginya und einem ambitionierten Boxer einfach mal das Geräusch eines Zuges runtergeschraubt, damit man die Sprecher hören kann. Dass man so was neu einspielen muss, haben die Leute, die für die Lokalisierung zuständig sind, wohl nicht bedacht.
Ansonsten gefallen die unterschiedlichen Charaktere durch ihre Diversität in Verhalten und Aussehen. Alle haben irgendwelche Eigenheiten und sporadisch tauchen auch mal kleine Gags auf. Der Film fährt trotzdem zugunsten der Coolness auf einer sehr ernsten Schiene; die Dialoge sind deshalb absichtlich spannend gehalten. Das Szenario ist darüber hinaus ziemlich düster; Nachtszenen dominieren klar. Besonders gefallen tut interessanterweise die erste Szene in einer thailändischen Bar, die entfernt an einen Western erinnert. Der düstere Look wird aber immer wieder von Szenen gebrochen, die bei Tageslicht gedreht wurden. Dies fällt mehr auf, als man zuerst denkt und schadet dem Gesamteindruck.
Sehr gut kommt die Action im Film rüber, die auch über die schlechte Spannungskurve hinwegsehen lässt. Dem Protagonist scheint nämlich praktisch alles zu gelingen, was jegliche Spannung im Keim erstickt. Sogar im Finale scheinen die Guten viel zu mächtig zu sein, da die Gegner sich mit Katanas gegen Schusswaffen zur Wehr setzen und trotzdem ihren Widersachern ganz gemächlich entgegentreten, geradezu darauf wartend, abgeschossen zu werden. Die guten Schnitte und übersichtlichen Einstellungen machen das Treiben jedoch unterhaltsam.
Was bleibt, ist ein zu cooler Film, dessen Spannung gewiss nicht aus dem Aufbau resultiert, sondern wenn schon aus den schwachen, aber passenden Dialogen. Gute Action mit diversen Mängeln.