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Yabaki ist ein Yakuza-Aussteiger und sollte vor 3 Jahren eliminiert werden, doch er überlebt schwer verletzt. 3 Jahre später: Yabaki ist zurück und will sich an der Organisation rächen. Er gründet die Tokyo Mafia und plant die Yakuza-Bank auszurauben. Seine Gefährten sind eine 17-jährige Teenagerin namens Yami, die er gleich zur Killerin ausbildet, ein Koch und 2 alte Freunde. Der Banküberfall gelingt, doch die Yakuza schlagen mit aller Härte zurück. In der alten Yakuza-Zentrale kommt es zur entscheidenden Schlacht.


Der Film mit dem höchstgradig originellen Titel hatte eigentlich von Anfang an keine Chance, denn obwohl er mit einer 18er Freigabe versehen ist sind doch merklich mehrere Minuten rausgekürzt worden und auch die deutsche Vergewaltigung durch Valiumsynchronisation trägt nicht gerade zum Genuß bei. Klar, für beide Sachen kann der Film nichts dafür, dazu hat er aber auch genügend eigene Probleme, verhunzt die Abendunterhaltung aber doch ab der ersten Minute erheblich.

Aber auch die erzählte Geschichte ist weder sonderlich aufregend oder originell. Da kommt jemand nach drei Jahren nach Tokio zurück, heuert ein paar Kumpels und eine Azubine an, bei der er seinen Ohrfeigenfetisch ausleben kann, gibt sich den höchst innovativen Gangnamen Tokio Mafia und stänkert munter gegen die etabliert Yakuza Chefgruppe.

Der Film wirkt dabei allerdings genau so unterkühlt wie sein Hauptdarsteller, dessen deutscher Sprecher leider am meisten an einer Kehlkopfentzündung von allen zu leiden hat. Nie kommt man ihm und seinen Motiven wirklich nahe. Wortkarg mit steinernem Gesicht pflügt er sich durch die Handlung, was man höchstens bei einem Takeshi Kitano durchgehen lassen könnte, aber Riki Takeuchi ist einfach nicht unbedingt der Typ für so eine Rolle.

Von den Shootouts und Schwertkämpfen blieben wohl einige Szenen auf der Strecke, was natürlich immer schade ist, denn im Grunde schaut man sich deswegen ja Streifen wie diesen an. Die Gegner sind zudem ausnehmend nett und kommen mit Schwertern zu einer Schießerei, was sich erwartungsgemäß als Nachteil erweist. So driftet der Film begrenzt interessant vor sich hin, ohne jetzt auf irgendeine Art wirklich zu fesseln, wie es beispielsweise die better Tomorrow Filme konnten. Da kam schon aufregenderes aus Nippon.
Alles natürlich auf die gekürzte Version bezogen
4/10

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