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Ronan Pierce ist ein Cop und zwar einer von der üblen Sorte, denn man hat ihm das Liebste in seinem Leben genommen: Seine kleine Tochter. Und er versucht alles Logan zu Strecke zu bringen, doch dafür muss er ihn erstmal finden. Doch aus einem Video weiß er, dass seine Frau noch am Leben ist. Und diese will er um jeden Preis retten. Und auch für die Ehre und Verteidigung anderer Frauen tritt Ronan ein. Und alles nur, damit er seine Rache vollenden kann...

Wertung:

Die Story ist absolut nicht neu und sie wird hier extrem schlecht dargeboten, denn die Geschichte ist einfach abstrus. Ronan als "böser" Cop geht hier einfach durch die Gegend, immer betont lässig in den Kniekehlen federnd, und bringt einfach einen nach dem anderen um. Egal, ob er dafür Drogen konsumiert oder Strip-Clubs hochgehen lässt, denn jeder frauenverachtende Kriminelle ist auch Ronans Feind, auch wenn Logan an erster Stelle steht. Was das Ganze fast unerträglich macht, ist die extrem ausdruckslose Stimme von Ronan, die häufig während der Handlung erzählt. Das wirkt einfach nur lahm, und zwar so richtig.

Spannung will hier eingentlich keine aufkommen, denn man ahnt sozusagen schon zu Beginn, wo das Ganze hinführen wird. Der Film macht bei seiner Erzählweise einfach viel zu viel falsch, so dass jede Not über einer 4 einfach nicht gerechtfertigt wäre. Dabei gibt es hier so hervorragende Ansätze: Die Drehweise bzw. den Schnitt finde ich genial, gerade weil es sich auch ein wenig mit dem Comic-Stil mischt. Nachteilig ist hier aber auch, dass man gerade bei den "Splatterszenen" deutlich an Darstellung gespart hat, so dass hier eher von einem brutalen Thriller die Rede sein muss. Auch der Score ist eigentlich ziemlich passig und verstärkt die Emotionen des Films exzellent, wenngleich er einfach im Verhältlnis zum Rest viel zu laut ist.

Zum Abschluss bleibt noch die Frage offen, warum ein solch schlechter Film seine Erstveröffentlichung in einem limitierten, völlig überteuerten Mediabook erfährt. Wenn dann natürlich mit Attributen wie "Sin City" (viel viel ausdrucksstärker, gerade was Dialoge und Darstellung von brutaler Polizeigewalt angeht), "Hobo with a Shotgun" (viel viel exploitationer als das vorliegende Exemplar, da einfach viel viel mehr abgedreht als Ronan) und "Father's Day" (auch viel mehr Exploitation und halt Troma-like) meint man noch zu glauben, dass es sich um einen guten Film handeln könnte. Leider ist dem nicht so. Für die Story gibt es 2 magere Punkte, für die Art und Weise der Machart 7 Punkte. Die Story ist jedoch das Wichtigste an einem Film, weshalb dies hier 3:1 gewertet wird. Macht zusammen sehr sehr magere 3 Punkte. Selbst ein mitspielender Leatherface sowie Jason konnten das nicht kompensieren.

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