Exploitationfilme dürfen gerne mal ein wenig dreckig daherkommen und übers Ziel hinausschießen, ebenso geht es bei Comicverfilmungen häufig grotesk und überzogen zu.
Regiedebütant Kevin A. McCarthy weiß jedoch beides nicht auf den Punkt zu bringen und liefert ein bruchstückhaftes Sammelsurium an schwach choreographierter Action ab.
Cop Ronan hat die Faxen seit dem gewaltsamen Tod seiner Tochter dicke und räumt in der von Korruption durchzogenen Stadt kräftig auf. Er will an die Leute herankommen, die für Frauenhandel, Drogen und den Tod seiner Tochter verantwortlich sind...
Der rote Faden besteht im Grunde nur aus Stationen, die Ronan abklappert, um sich an den höchsten der Unterweltbosse heranzukämpfen und dabei immerhin eine Reihe blutiger Tatorte hinterlässt. Sonderlich blutig geht es allerdings nicht zu, denn sobald es rabiater wird, finden Prozesse im Off statt, so dass lediglich ein verätztes Gesicht, ein Haken im Hals und ein geöffneter Brustkorb zu sehen sind.
Die Action erfolgt zwar regelmäßig, doch die Fights reißen rein gar nicht mit, zumal sich Michael McCarthy (offenbar der Bruder des Regisseurs) als talentfreier Schläger mit null Ausstrahlung entpuppt. Die Bösewichte sind allerdings auch nicht besser und selbst Kane Hodder vermag in einer Gastrolle wenig zu kitten. Während sich Ronan prügelt, liegen die Gangster untereinander im Clinch, ständig werden frauenverachtende Szenen präsentiert und anbei gibt es einige wenige Rückblicke, welche ein wenig von Ronans Vergangenheit offenbaren.
Die Optik des Ganzen kommt recht billig daher, die Farbfilter werden permanent überstrapaziert und auch die Kamera ist oftmals ungünstig positioniert. Auf akustischer Ebene läuft ebenfalls einiges schief, denn viele Songs passen rein gar nicht zu den Bildern, wobei manche einen deutlichen Nervfaktor mit sich bringen. Das gilt auch für die Dialoge, denn die Hälfte der Zeit wird blindlings geflucht und gebrüllt.
Cool ist das Ganze nicht, unfreiwillig komisch allerdings auch nicht. Parts der Sets sehen noch okay aus, gegen Maske und Make-up ist ebenfalls nicht einzuwenden, doch der Rest besteht aus eindimensionalen, wenig zusammenhängenden Abläufen ohne Esprit.
Der Unterhaltungswert tendiert gegen Null, von Spannung oder Atmosphäre ist das Werk weit entfernt und kann somit bedenkenlos ignoriert werden.
2,5 von 10